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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Anbieterwechsel noch immer nicht leicht gemacht
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Anbieterwechsel noch immer nicht leicht gemacht
Ergebnisse der Online-Umfrage zum Anbieterwechsel

Wir haben gefragt – Sie haben geantwortet. Unsere Online-Umfrage zum Wechsel des Telefon- und Internetanbieters hat gezeigt: Trotz der Änderung des Telekommunikationsgesetzes ist der Anbieterwechsel weiterhin ein Ärgernis für die Verbraucher.

Seit mehr als einer Woche ist Paul nicht zu erreichen – weder über seinen Festnetzanschluss noch auf die vielen E-Mails reagiert er. Paul hat seinen Telefon- und Internetanbieter gewechselt und wie ihm, erging es vielen Verbrauchern. Seit Mai 2012 sollte eigentlich endlich damit Schluss sein. Wegen der häufigen Versorgungsunterbrechung beim Anbieterwechsel gab es nämlich wesentliche Verbesserungen im Telekommunikationsgesetz. Nunmehr darf beispielsweise der Telefon- oder Internetanschluss nicht länger als einen Kalendertag unterbrochen sein, wenn alle Voraussetzungen für den Wechsel vorliegen. Klappt die Umschaltung vom alten auf den neuen Anbieter nicht, so muss der alte Anbieter seit dem 01.12.2012 sogar den Kunden wieder weiterversorgen. Der alte Anbieter muss also den Telefon- oder Internetanschluss wieder zur Verfügung stellen bis das Problem behoben ist und der Wechsel stattfinden kann.

Das Gesetz und die Realität

Trotz dieser Neuregelungen klappt der Wechsel oft nicht innerhalb eines Tages. Das Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes hat daher die Verbraucher vom 31.01.2013 bis zum 31.03.2013 in einer nicht repräsentativen Online-Umfrage zu ihren Erfahrungen beim Anbieterwechsel befragt. 71 von 151 Befragten gaben an, dass ihr Telefon- bzw. Internetanschluss länger als 2 Wochen unterbrochen war. Ebenso gaben 96 von 103 Befragten an, dass bei einer fehlerhaften Umschaltung vom alten auf den neuen Anbieter, die länger als einen Tag andauerte, der alte Anbieter sie nicht weiterversorgt hat.

Die Bundesnetzagentur muss härter durchgreifen

Neben den ihr zugewiesenen Regulierungsaufgaben im Telekommunikationsmarkt ist die Bundesnetzagentur auch eine zentrale Anlaufstelle für Verbraucher bei Schwierigkeiten mit Telekommunikationsanbietern. Die Bundesnetzagentur bietet ein Beschwerdeformular zum Anbieterwechsel an und hat einen Eskalationsprozess für Teilnehmerbeschwerden zum Anbieterwechsel entwickelt. Sie selbst berichtet über „Tausende von Beschwerden“ zum Anbieterwechsel und doch hat sie bisher diese Verletzungen noch nicht mit Bußgeldbescheiden sanktioniert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher, dass die Bundesnetzagentur endlich ihre gesetzlichen Sanktionsmöglichkeiten einsetzt. Damit Pauls Mutter weiß, wann der Sohn sie denn nun mal wieder im Wochenendhäuschen besuchen kommt.

Hinweis: Bei Fragen oder Beschwerden zur Vertragsabwicklung und Vertragskündigung sowie zur Gestaltung der Leistungsangebote der Telekommunikationsanbieter können sich Verbraucher an ihre Verbraucherzentrale vor Ort wenden: www.verbraucherzentrale.de.

  • 9. April 2013
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