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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Daten bei SchülerVZ illegal kopiert
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Daten bei SchülerVZ illegal kopiert
Meldung

Was eigentlich nur für registrierte Nutzer der Plattform sichtbar sein sollte, geistert nun munter durch das Internet: Tausende Mitglieder der Plattform SchülerVZ sind Opfer eines großangelegten Daten-Diebstahls geworden. Damit ist auch die jüngste Zielgruppe der Internetnutzer ins Visier von Hackern geraten.

Wie am vergangenen Freitag bekannt wurde, hatte ein inzwischen identifizierter Täter Daten aus einer großen Zahl von Nutzerprofilen kopiert und diese in einem Internetforum weiteren Personen zur Verfügung gestellt – illegal und unter Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Zudem habe mindestens ein weiterer Hacker Sicherheitsabfragen geknackt und Informationen kopiert. Die kopierten Daten seien laut SchülerVZ von allen registrierten Nutzern einsehbar gewesen. Es soll sich dabei nicht um gesondert geschützte Informationen wie Postadressen, E-Mail-Adressen, Zugangsdaten und Fotoalben gehandelt haben. Die Täter hätten laut Angaben des Unternehmens so genannte Crawler eingesetzt, automatisierte Leseverfahren, die öffentlich sichtbare Nutzerdaten aus dem Sozialen Netzwerk kopieren.  

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb, dass die Anbieter Sozialer Netzwerke in die Sicherheit ihrer Plattformen investieren und beispielsweise die Abwehrmaßnahmen gegen Hacker und automatisierte Leseverfahren verstärken. Aber auch wenn die Unternehmen mit maximalem Schutz für Daten werben – eine hundertprozentige Sicherheit wird es im Internet nicht geben. Gegen die kriminelle Energie von Hackern ist kein Kraut gewachsen. Deshalb ist auch der Ansatz falsch, die Verantwortung allein den Eltern minderjähriger Internetnutzer zuzuschieben. Einmal ins Netz eingestellte Daten sind grundsätzlich schwer vor unbefugten Zugriffen zu sichern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband rät deshalb, mit Informationen zur eigenen Person sparsam umzugehen.

  • 19. Oktober 2009
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