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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Datenschutz fängt früh an

Datenschutz fängt früh an

Gratis Spiele und Soziale Netzwerke sind zwar verlockend, wollen aber vor allem Daten. Kinder sollten deshalb frühzeitig informiert werden, dass Datenschutz wichtig ist und man nicht alles einfach so ins Netz stellt.

Zeigt her Eure Daten! (Und am besten auch die von Euren Freunden!)

Wenn man bei einem Sozialen Netzwerk mitmacht oder online Spiele spielt, ist das oft kostenlos. Gerade Soziale Netzwerke leben aber davon, dass man hier viele persönliche Angaben macht, zum Beispiel zu Alter, Hobbys, Vorlieben etc. Die Informationen sind nicht nur für die Freunde, sondern auch für die Anbieter interessant.

Diese können nämlich mithilfe der Daten Profile erstellen – zum Beispiel: weibliche Person, 16 Jahre alt, trinkt gern Café Latte –, um dann für die jeweilige Person, wenn sie im Sozialen Netzwerk unterwegs ist, Werbung zu schalten, die sie möglichst zum Kauf bewegen soll. In diesem Fall etwa für Starbucks. Deshalb gilt: Lieber zweimal überlegen, welche Informationen man über das Soziale Netzwerk austauschen will.

Auch die Anbieter von Onlinespielen ermuntern Kinder und Jugendliche, die eigenen Daten oder Informationen über Freunde zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel wenn es heißt: „Wenn Du neue Spieler einlädst, kannst Du damit Geschenke gewinnen, die Du dann im Spiel benutzen kannst!“ Auch hier geht es wieder darum, möglichst viele Informationen zu Werbezwecken zusammenzutragen. Bevor man Daten von Freunden herausgibt, sollte man auf jeden Fall bei ihnen nachfragen.

Vorsicht geboten! - Datenschutz auf Kinderseiten

Ein besonderes Schutzbedürfnis der Kinder ergibt sich im Zusammenhang mit Fragen des Datenschutzes auf Kinderseiten. Betreiber von Kinderseiten beschränken sich nicht immer auf das reine kostenlose Spielangebot. Eine andere Währung, nämlich die in Form von Daten, ist zunehmend bei den auf Kinderseiten angebotenen Gewinnspielen zu beobachten, in denen Kinder bei einer Teilnahme an einem Gewinnspiel aufgefordert werden, ihre Daten preis zu geben und sich zu erklären.

Vor allem bei jüngeren Kindern erscheint höchst zweifelhaft, ob diese rechtswirksam in die Datenerhebung und –verwendung einwilligen können. Schließlich fehlt ihnen in der Regel die erforderliche Einsichtsfähigkeit in die Datenverarbeitungsvorgänge. Zumindest bei jüngeren Kindern stellt sich die Frage, ob es in solchen Fällen nicht einer Einwilligung durch die Eltern/des gesetzlichen Vertreters bedarf.

Auf der Party gestern zu viel getrunken? – Uncool, findet die neue Freundin!

Die Partyfotos der letzten Nacht sind heute vielleicht lustig, in ein paar Wochen aber nur noch peinlich. Und die neue Freundin und der Chef sollten die Bilder besser auch nicht sehen. Allzu freigiebige Privatsphäreeinstellungen bei Sozialen Netzwerken machen das allerdings möglich.

Und selbst wer alles nur mit Freunden teilt, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite: Nicht immer sind die Freunde von heute auch die Freunde von morgen. Und: Was einmal im Internet gelandet ist, bekommt man nicht wieder zurück. Darum gilt: Bevor man Fotos hochlädt oder zu viel Privates von sich im Netz verbreitet, lieber noch einmal genau nachdenken, wer davon wissen soll.

Wie du deine persönlichen Daten in den verschiedenen Sozialen Netzwerken schützen kannst, erfährst du in den Tutorials von "watch your web".

Auch die EU-Initiative Klicksafe stellt Leitfäden für die richtigen Einstellungen in Sozialen Netzwerken zur Verfügung.

Soziale Netzwerke- und Datenschutztipps für Jugendliche enthält auch die Broschüre „Ich suche dich. Wer bist du?“ vom Jugendnetz-Berlin und dem Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014