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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Die Netiquette: Knigge für das richtige Benehmen im Netz

Die Netiquette: Knigge für das richtige Benehmen im Netz
Richtiges Verhalten im Netz – Netiquette leicht gemacht

Richtiges Benehmen im Netz kann den Alltag an vielen Stellen erleichtern. Wer sich an einfache Regeln des Umgangs miteinander hält, vermeidet Missverständnisse und erspart sich auch Arbeit. Das Team von Surfer-haben-Rechte hat  die wichtigsten Tipps und Tricks für eine reibungslose Kommunikation im Netz zusammengefasst. Denn gerade bei digitaler Kommunikation lauern Fallstricke, die mit nur wenigen einfachen Kniffen umgangen werden können.

Jedes Forum,  jeder Blog und jede Mailingliste haben einen anderen Umgangston und andere Umgangsformen. Wer einfach wild drauflos schreibt, riskiert nicht selten Missverständnisse. Schauen Sie sich daher erst einmal gut um, wenn Sie in eine digitale Debatte einsteigen wollen – so wie im richtigen Leben auch.  

Klare Struktur für klare Antworten

Besonders bei Kommunikation per Mail sollte man klar formulieren, was das Ziel der Kommunikation ist. Einfache Fragen und eine klare Struktur helfen dem Empfänger, angemessen zu reagieren. Im Zweifel sollte man sich vor dem Absenden noch einmal die Mail durchlesen und prüfen, ob klar daraus hervorgeht, worauf man eigentlich hinaus wollte. Das wichtigste sollte zudem immer am Anfang stehen. Auch aussagekräftige Betreff-Zeilen gehören zum guten Ton.  

Klasse statt Masse

Versuchen Sie, ihre Inhalte auf den Punkt zu bringen. Gerade in Foren oder auf Mailinglisten schrecken sehr lange Texte Leser tendenziell eher ab. Wer sich kurz fassen kann, ist klar im Vorteil, denn lange Mitteilungen werden nicht selten absichtlich überlesen. Auch beim Zitieren vorangegangener Nachrichten sollten sie stets den Grundsatz der Datensparsamkeit beachten. Denken Sie immer daran: Die Zeit ihres Gegenübers ist ebenso kostbar, wie die Ihre. Sich kurz zu fassen ist eine Form, Respekt auszudrücken. Ebenso sind große Dateianhänge nicht für jedes digitale Postfach geeignet. Im Zweifel sollte man den Empfänger vorwarnen oder fragen, wie er eine Datei zugeschickt bekommen möchte.  

Formale Fehler und Sprachwahl

Vor allem bei förmlichen Mails machen Rechtschreibfehler einen schlechten Eindruck. Eine höfliche Nachricht sollte die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen. Besonders peinlich sind falsch geschriebene Namen oder unpassende Anreden. Im Zweifel sollte bei Namen lieber die Copy-Paste-Funktion genutzt werden, um Tippfehler zu vermeiden. Bei Mails also lieber zwei Mal hinschauen, bevor man auf „Senden“ klickt. Zugleich sollte man jedoch nachsichtig gegenüber seinen Kommunikationspartnern sein, wenn ihnen Fehler auffallen. Wenn Sie ein Mobiltelefon nutzen, senden sie einen Anhang mit, der  verdeutlicht, dass Sie mobil kommunizieren, denn bei Smartphones gilt eine größere Toleranz für Tippfehler und kurz angebundene Antworten. Das Verfassen von Texten in Großbuchstaben ist mit einem Anschreien gleichzusetzen. Vermeiden Sie es daher bitte unbedingt! Bei Video-Konferenzen sollten Sie darauf achten, dass ihr Gesprächspartner nicht durch störende Hintergrundgeräusche oder eine unstete Verbindung gestört wird.  

Bei Mobbing nicht wegschauen

Zivilcourage ist im Netz ebenso angesagt, wie auch im analogen Leben. Im Netz gibt es wie überall sonst auch ab und zu Streit und Missverständnisse. Wenn man das Gefühl hat, dass ein Streit überhandnimmt und jemand gemobbt wird, sollte man eingreifen. Unsachliche Debatten und persönliche Angriffe gehören im Netz ebenso wenig zum guten Ton, wie auch im sonstigen Umfeld.  

Verständnis für Missverständnisse zeigen

Textbasierte Kommunikation bietet einen großen Spielraum für Interpretation. Mimik und Gestik fehlen bei Texten ebenso wie der richtige Tonfall. Andeutungen und Doppeldeutigkeiten können daher öfter zu Missverständnissen führen. Nicht jeder ist in der Lage, Nuancen angemessen in Textform auszudrücken. Bevor man falsche Schlüsse zieht, sollte ein höflicher Kommunikationspartner daher lieber einmal zu viel als zu wenig nachfragen. Denn nichts ist ärgerlicher als ein Streit oder eine Debatte, bei der man am Ende feststellt, dass man die ganze Zeit nur an einander vorbeigeredet hat. Im Zweifel können der Griff zum Telefon oder ein persönliches Treffen viele Unklarheiten beseitigen. 

Die Sache mit der Erreichbarkeit

Bei digitaler Kommunikation wird meist davon ausgegangen, dass der Gegenüber zeitnah reagiert. Doch das ist beispielsweise im Urlaub regelmäßig nicht der Fall. Bestätigen Sie wenn nötig den Empfang von Mails. Damit ersparen Sie sich womöglich die eine oder andere Erinnerungsmail. Spannen Sie ihren Kommunikationspartner nicht auf die Folter: Falls Sie mehr Zeit für eine Beantwortung brauchen, können Sie dies bereits vorab kommunizieren. Eine Entschuldigung für eine verspätete Antwort kann nie schaden. Wenn Sie für einen längeren Zeitraum nicht erreichbar sind, sollten Sie über eine Abwesenheitsnotiz für ihre Mails nachdenken. Für die Beantwortung beruflicher Mails gilt: Respektieren sie die Freizeit ihrer Kollegen und rechnen Sie nicht mit einer zeitnahen Antwort außerhalb der Dienstzeiten. 

Digitale vs. analoge Welt

Digitale Kommunikation ist Teil unseres Alltags. Doch wer in Anwesenheit anderer ständig auf den Smartphone- oder Rechnerbildschirm starrt oder laut in der Öffentlichkeit telefoniert, verhält sich grob unhöflich. Bevor sie ein Gespräch für ein Telefonat unterbrechen, ist ein eine kurze Entschuldigung nie verkehrt. Während eines Treffens lange Telefonate zu führen, suggeriert zudem mangelnden Respekt. Und wer auf fremde Bildschirme starrt gilt zu Recht als neugierig. Achten Sie die Privatsphäre anderer und schauen Sie weg, wenn Passwörter eingetippt werden. Die privaten Daten anderer sind in jedem Fall tabu! Wer seinem Gegenüber besondere Aufmerksamkeit schenken möchte, sollte das Handy während eines Treffens auch einmal ausschalten.

  • 26. September 2012
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