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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Facebook, YouTube und das Urheberrecht

Facebook, YouTube und das Urheberrecht
Die Krux mit dem Urheberrecht auf Facebook

Das Teilen von Inhalten ist eine Kernfunktion von Facebook . Doch auch auf Facebook gilt das Urheberrecht: Es dürfen nur eigene Inhalte hochgeladen werden, oder solche, die durch den Urheber bereits explizit frei gegeben wurden. Bei allen anderen fremden Inhalten ist vorher die Einwilligung des Urhebers einzuholen. Wie vertragen sich also Facebook und das Urheberrecht?

Wenn Nutzer einen Link zu einem YouTube-Video bei Facebook posten, bindet Facebook automatisch den Player im Posting ein, damit ein Abspielen ohne Umwege innerhalb des sozialen Netzwerks möglich ist. Die Datei selbst bleibt auf dem YouTube-Server. Das Posten eines YouTube-Videos könnte ein Urheberrechtsverstoß sein, wenn es sich um ein unzulässiges „öffentliches Zugänglichmachen“ nach dem Urheberrechtsgesetz handelt. Eine Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter Werke im privaten Rahmen hingegen wäre erlaubt.

Gerade im digitalen Bereich ist bisher nicht geklärt, was denn nun „Öffentlichkeit“ ist. Galt früher noch die Regel, dass höchsten 100 Personen zum engen Familien- und Freundeskreis gehören können, scheint dies in Zeiten von Sozialen Netzwerken längst überholt. Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hat aktuell 130 „Freunde“ auf Facebook. Teilt der Nutzer Inhalte auch mit den "Freunden von Freunden", erreicht beispielsweise ein Video gleich mehr als 10.000 Menschen, bei durchschnittlich 130 Freunden. Wo beginnt im Netz also Privatheit und was ist Öffentlichkeit? Bisher gibt es darauf noch keine rechtliche Antwort, so dass auch nicht klar ist, ob das Posten eines YouTube-Videos eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Nutzer sollten daher beim Teilen von fremden Inhalten immer darauf achten, dass dies nicht öffentlich geschieht, sondern nur mit einem bestimmten Personenkreis. Und eines versteht sich von selbst: Kein Teilen von Inhalten mit erkennbar strafbaren Inhalten.

Achtung - Vorschaubilder

Ebenso ist Vorsicht beim Setzen von Links auf fremde Inhalte geboten, beispielsweise zu einem YouTube-Video oder einer Webseite. Denn Facebook zeigt automatisch ein kleines Vorschaubild auf der Pinnwand des Nutzers an, wenn dieser einen Link setzt. In der Regel sind diese Bilder aber urheberrechtlich geschützt. Daher sollte immer die automatische Miniaturvorschaugrafik deaktiviert werden.

  • 12. Februar 2013
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