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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Facebooks neue Werbemaßnahmen

Facebooks neue Werbemaßnahmen
Personalisierte Werbung auf Facebook

Der Druck der Anleger lässt nicht nach. Facebook muss mehr Geld aus den Daten der Nutzer erwirtschaften. Das Geschäftsmodell ist Werbung und diese wird immer aufdringlicher. Wie weit kann Facebook mit seinen Werbemaßnahmen noch gehen?

Ausgewählte Partnerseiten von Facebook, wie beispielsweise die Suchmaschine Bing, das Reiseportal TripAdvisor oder die Spieleanbieter Zynga und Electronic Arts, lesen die Nutzerdaten aus, um die eigene Webseite auf den jeweiligen Verbraucher zuzuschneiden. Nutzer bekommen so relevante Empfehlungen, die richtigen Spracheinstellungen und sehen, welche ihrer Freunde den Service ebenfalls nutzen. Beim Besuch der Partnerwebseite muss der Nutzer dafür bei Facebook eingeloggt sein. Diese Funktion ist wie so oft in den Privatsphäre-Einstellungen voreingestellt und muss erst deaktiviert werden. Nach Angabe von Facebook werden zwar bei deutschen IP-Adressen keine Daten an die Partnerseiten weitergeleitet, aber auf den Facebook-Seiten findet sich dazu kein Hinweis. Im Gegenteil, dort steht, dass alle Daten, die auf "öffentlich" eingestellt sind, übermittelt werden. Anderenfalls würde für Facebook und seine Partner dieser Dienst auch keinen Sinn ergeben. Hat der Nutzer die umgehende Personalisierung erst einmal verwendet, muss er sich direkt an die Partner-Webseite wenden, wenn er diese Funktion nicht mehr nutzen und seine Daten löschen lassen möchte. Wir raten aufgrund der intransparenten Datenweitergabe dazu, diese Anwendung von vornherein zu deaktivieren.

Besser als jeder Cookie - Besucheraktions-Pixel

Facebook bietet Unternehmen seit kurzem die Möglichkeit, zu erfahren, ob ihre Werbung tatsächlich Erfolg auf Facebook hat. Unternehmen können auf ihren eigenen Seiten den „Besucheraktions-Pixel“ einbetten, so dass Facebook Nutzer auch auf anderen Webseiten wiedererkennt. Damit kann ein Unternehmen feststellen, ob der Klick auf eine Werbung bei Facebook auch tatsächlich zu einem Online-Kauf führt. Werden diese Daten der Nutzer zusammen mit ihren Accountdaten gespeichert, so ist hier zwingend eine Einwilligung in die Datenerhebung und –verarbeitung erforderlich. Auf der Webseite der Unternehmen muss vorher explizit auf die Verwendung des Besucheraktions-Pixels hingewiesen und eine Zustimmung eingeholt werden.

Raus aus Facebook, rein in den Einzelhandel

Hat der Nutzer, der sich die Lederjacke auf Facebook angeschaut, diese auch im Einzelhandel gekauft? Diese Frage will Facebook für Unternehmen beantworten. Aktuellen Berichten zufolge, arbeitet Facebook in den USA mit dem Dienstleiter Datalogix zusammen, um Online- und Offlinewerbung miteinander zu verknüpfen. Das soll so funktionieren: Facebook speichert, welcher Nutzer sich welche Werbung angesehen hat. Datalogix speichert durch die Nutzung von Rabatt- und Kundenkarten das offline Einkaufsverhalten über die jeweiligen Nutzer und gleicht diese mit den Daten von Facebook ab. Datalogix übermittelt dann an Facebook die Anzahl derer, die ein Produkt offline gekauft haben, das sie zuvor bei Facebook angesehen haben.

  • 12. Februar 2013
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