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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Falsche und gefälschte Bewertungen

Falsche und gefälschte Bewertungen

Bewertungen sind wichtig und bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern einen ersten Anhaltspunkt für viele Waren und Dienstleistungen. Aber nicht immer ist alles wahr, was man im Internet liest.

Was tun Plattformbetreiber gegen gefälschte Bewertungen?

Für den Nutzer ist es schwer zu erkennen, ob eine positive Bewertung von einem Unternehmen selbst verfasst worden ist. Aber die Plattformbetreiber selbst können gefälschten Bewertungen auf die Spur kommen: So gibt es verschiedene Software, die alle Berichte nach bestimmten Wörtern filtert.

Auffällige Beiträge werden dann von Mitarbeitern der Portale überprüft. Eine weitere Vorsichtmaßnahme ist, dass Nutzer nur bewerten dürfen, wenn sie das Produkt selbst gekauft oder die Dienstleistung in Anspruch genommen haben. Dies kann aber umgangen werden, indem beispielsweise ein Hotel gebucht und sofort wieder storniert wird, so dass trotzdem eine Bewertung abgegeben werden darf.

Eine Pflicht, das Angebot vorab stets und ohne konkreten Anlass eingehend zu überwachen, um zukünftige gefälschte Bewertungen zu verhindern, kann den Plattformbetreibern nach dem Gesetz nicht auferlegt werden. Erst wenn sie Kenntnis von gefälschten Bewertungen haben, sind sie zur Überprüfung und je nach Ergebnis zu Sperrung oder Löschung des Beitrags verpflichtet.

Wie erkenne ich gefälschte Bewertungen?

Immer wieder schreiben Unternehmen selbst positive Einträge in Bewertungsportalen oder lassen diese durch spezialisierte Werbeunternehmen verfassen. Für den Nutzer ist es schwer, solche gefälschten Bewertungen zu erkennen. Unsere Checkliste hilft Ihnen daher, gefälschten Bewertungen auf die Spur zu kommen.

Sind gefälschte Bewertungen rechtswidrig?

Produktbewertungen spielen bei Kaufentscheidungen eine erhebliche Rolle. Hinter einer vermeintlich positiven Bewertung kann sich aber auch das Werk von Werbe-Spezialisten verbergen (so genanntes „Astroturfing“). Unternehmen wollen so ihre Leistungen und Produkte in einem besseren Licht erscheinen lassen, um ihren Absatz zu fördern. Entscheidet sich der Verbraucher aufgrund einer gefälschten Bewertung für ein Produkt, so droht der Verbraucher in seiner Entscheidung fehlgeleitet zu werden. Er könnte die „falsche“ Entscheidung treffen, die er auf Basis „richtiger“ Informationen nicht getroffen hätte. Solche Bewertungen sind daher Schleichwerbung im Sinne von § 4 Nr. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und damit rechtswidrig.

Ein weiterer Gast: Werbung

Häufig können Unternehmen gegen Geld Premium-Einträge auf Bewertungsplattformen erwerben, die dann entweder in einem Anzeigenbereich oberhalb der Trefferliste oder innerhalb der Trefferliste farblich hervorgehoben erscheinen. Nutzer müssen also darauf achten, ob sie gerade die Werbung oder die tatsächliche Bewertung anschauen.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014