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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Gemeinsam sparen: Rabattgutscheine im Internet

Gemeinsam sparen: Rabattgutscheine im Internet
Rabattgutscheine im Internet

80 Prozent Preisnachlass auf eine Wohlfühlmassage – unglaublich, aber wahr? Gutscheinportale im Internet lassen die Herzen von Schnäppchenjägern höher schlagen. Finden sich genug Käufer, kommt der Deal zustande und es gibt satte Rabatte. Doch Vorsicht: Manchmal ist das Einlösen der Gutscheine an Bedingungen geknüpft. Und manchmal ist die Ersparnis auf den zweiten Blick doch nicht so riesig wie zuerst gedacht.

Was früher das Gutscheinheft war, ist jetzt das Schnäppchenportal. Jeden Tag findet der Internetnutzer andere Angebote, die ihn per E-Mail erreichen. Satte Rabatte gibt es zum Beispiel auf Kosmetikbehandlungen und Haarschnitte, auf Hotelbuchungen und Restaurantbesuche. Ebenfalls im Angebot: Zahn- und Autoreinigungen, Kinokarten und Tickets für Sportveranstaltungen.

Die Portale heißen zum Beispiel DailyDeal, QypeDeals und Groupon. Letzteres ist wohl zwischenzeitlich zum Namensgeber der gesamten Gutschein-Branche geworden. Groupon steht dabei für „group“ (englisch Gruppe) und „coupon“ (französisch Wertmarke). Das Wort „group“ spielt vor allem deshalb eine Rolle, weil die Angebote nur zustande kommen, wenn genügend Leute, also eine ganze Gruppe, das Produkt kaufen beziehungsweise die angebotene Dienstleistung wahrnehmen. Finden sich genug Leute, kommt es zum so genannten Deal.

Wichtig: Zu unterscheiden sind diese Gutscheinportale von solchen, bei denen Onlineshops ihre Rabatt- und Geschenke-Aktionen einstellen. Beispiele hierfür sind GutscheinPony und gutegutscheine.de. Hier findet der Internetnutzer Gutschein-Codes, die er bei seiner Online-Bestellung eingeben kann. Dafür muss er sich weder anmelden noch hängt das Zustandekommen des Rabattes vom Kauf durch andere Kunden ab.

Was macht die Angebote so günstig?

Bei den Gutscheinportalen wie DailyDeal und Groupon ermöglicht der Gruppenkauf den Preisnachlass. Vergleichbar ist dieses Prinzip mit einem Mengenrabatt („Kaufen Sie zwei Pullover zum Preis von einem…“), nur dass hier eben nicht nur ein Käufer kauft, sondern sich mehrere zusammentun.

Wie funktioniert der Gutschein-Kauf?

Die Deals richten sich nach der vom Nutzer angegebenen Stadt: Julia aus München bekommt andere Angebote zugeschickt als Fabian aus Konstanz. Auf dem Gutscheinportal können die Käufer die Coupons erwerben – per Klick auf einen „Jetzt kaufen“-Knopf oder ähnliches. Neukunden müssen dazu einige persönliche Daten hinterlassen und angeben, wie sie bezahlen möchten.
Für den Kauf ist ein festgelegter Zeitrahmen vorgesehen, meist 24 Stunden. Wenn die Zeit abgelaufen ist, gilt die Aktion als beendet und der Anbieter stellt ein neues Angebot ins Netz.
Wie gesagt: Ein Deal kommt nur zustande, wenn es innerhalb des angegebenen Zeitraums genügend Interessenten gibt.
Der Käufer muss dann den Gutschein im Voraus bezahlen und bekommt ihn per E-Mail (selten auf dem Postweg) zugeschickt.

Was sollten Sie beachten?

Ein auf den ersten Blick lohnendes Angebot kann sich schnell als Luftnummer herausstellen. Manche Anbieter tricksen beispielsweise mit ihren Rabattangaben. Andere wiederum knüpfen die Einlösung des Gutscheins an Bedingungen: Viele Gutscheine sind zeitlich befristet, können also zum Beispiel nur innerhalb eines Jahres eingelöst werden. Andere Gutscheine gelten nur an bestimmten Tagen, in bestimmten Filialen oder sind abhängig von einem Mindestbestellwert.
Wichtig zu wissen: Kommt der Vertrag zustande, kann er innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt des Gutscheins widerrufen werden.

Weitere nützliche Tipps für den Umgang mit Gutscheinportalen finden Sie bei der Verbraucherzentrale Hessen.

  • 9. Januar 2012
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