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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Googles neue Datenschutzrichtline – klar und verständlich?

Googles neue Datenschutzrichtline – klar und verständlich?
Google: Möglichweise sammeln wir alle deine Daten und verknüpfen sie, gegebenenfalls aber auch nicht...

"Möglichweise sammeln wir alle deine Daten, verknüpfen sie vielleicht mit irgendwelchen anderen Daten und werten sie unter Umständen für irgendwelche Zwecke auch in Zukunft aus, gegebenenfalls aber auch nicht."

Zum 01.03.2012 führt Google neue Datenschutzbestimmungen ein. Kurz und verständlich in einer einzigen Erklärung will das Unternehmen seinen Nutzern erläutern, was mit ihren Daten passiert. Aber wie sollen Nutzer in eine Erklärung einwilligen, die nicht klar verständlich macht, was tatsächlich alles mit ihren Daten geschieht?

Bisher sind die verschiedenen Google Dienste wie Google-Mail, YouTube, Picasa und Google+ nur sehr locker miteinander verknüpft. Das soll sich jetzt ändern. Zum 01.03.2012 will Google alle seine Dienste enger miteinander verschmelzen. Alle Daten, die Nutzer in den verschiedenen Google-Diensten hinterlassen, sollen gesammelt und ausgewertet werden. So sollen dem Nutzer für ihn relevantere Suchergebnisse und auf ihn zugeschnittene Werbung präsentiert werden. Allerdings wird so auch der Verbraucher wieder ein ganzes Stück gläserner.

Googles neue Datenschutzrichtlinie

Gleichzeitig hat Google auch eine Änderung seiner Datenschutzbestimmungen angekündigt. Die mehr als 60 verschiedenen Richtlinien werden zu einer einzigen Datenschutzerklärung zusammengeführt. Auf den ersten Blick ist die neue Datenschutzerklärung besser strukturiert und in einer klar verständlichen Sprache verfasst. Liest man jedoch genauer, fällt auf, dass Begriffe wie „möglicherweise“, gegebenenfalls“ und „unter Umständen“ die Erklärung prägen. So erfasst Google beispielsweise „möglichweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“. Und „unter Umständen werden die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten miteinander verknüpft“. Selbst wenn man sich als Nutzer also die Mühe gemacht hat, die neue Datenschutzerklärung zu lesen, weiß man nicht, was Google nun konkret mit den gesammelten Daten alles macht. Eine Einwilligung macht jedoch bloß Sinn, wenn der Nutzer abschätzen kann, wozu er seine Zustimmung gibt. Nur so kann er die Kontrolle über seine Daten behalten. Dies ist bei Googles neuer Datenschutzerklärung aber selbst für aufgeklärte und bewusste Verbraucher nicht möglich.

Was kann der Nutzer tun?

Damit nicht alle relevanten Informationen bei einem einzigen Anbieter– in diesem Fall Google - vereint sind, sollten Nutzer ihre Daten auf verschiedene Dienste verteilen. So könnte beispielsweise ein anderes Soziales Netzwerk oder ein anderer Foto-Dienst in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus erfordern nicht alle Google-Dienste eine Anmeldung, so dass bei diesen Angeboten keine personenbezogenen Informationen an Google gegeben werden müssen.

  • 6. Februar 2012
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