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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Ihre Rechte auf Partnerbörsen

Ihre Rechte auf Partnerbörsen

Widerruf und Sonderkündigung?

Entschließt sich der Nutzer zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft, sollte er die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorher aufmerksam lesen, auch wenn diese lang und umständlich formuliert sind. Wichtig sind hierbei auch die Kündigungsfristen, falls sich der Nutzer – zumindest was die Partnerbörse betrifft – nicht ewig binden möchte. Dann empfiehlt sich eine fristgerechte Kündigung per Einschreiben.

Wichtig ist zu wissen, dass es bei Partnervermittlungen im Internet kein Sonderkündigungsrecht nach § 627 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gibt. Nur klassische Partnervermittlungen, die aufgrund des persönlichen Kontakts zwischen Vermittler und Kunden und der daraus folgenden Diskretion als so genannte Dienste höherer Art eingestuft werden, können immer gekündigt werden.

Wer mitmacht, zahlt!

Achten Sie beim Widerruf darauf, dass Sie tatsächlich Ihr gesamtes Geld wiederbekommen. So hatte beispielsweise die Betreiberin von ElitePartner und AcademicPartner eine Rückerstattung der Kosten für eine Persönlichkeitsanalyse in Höhe von 99,00 Euro bei einem Widerruf des Vertrags ausgeschlossen. Unzulässig hat das Landgericht Hamburg entschieden, denn der Verbraucher hat bei Vertragsschluss schließlich kein Wahlrecht, ob er die Analyse haben will oder nicht.

Also am besten immer daran denken: Einfach mal kostenlos mitmachen und Leute kennenlernen, funktioniert oft nicht. Zahlen muss der Nutzer übrigens auch, wenn er keinen passenden Partner findet. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014