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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Newsletter vom 06.08.2015
Stand: 
6. August 2015

Es ist zu Recht das Thema dieses Sommers: Gegen zwei Journalisten des Blogs netzpolitik.org wird wegen Landesverrats ermittelt, weil sie brisante Informationen darüber veröffentlichten, wie der Verfassungsschutz künftig Facebook & Co überwachen will. Auch wenn es sich dabei nicht direkt eines unserer Themen handelt, wollen wir doch betonen, wie wichtig eine freie Presse auch für Verbraucher ist. Dringend notwendig wäre es aber, auch Whistleblower endlich angemessen gesetzlich zu schützen. Oft sind sie die einzige Möglichkeit, um Missstände in Unternehmen aufzudecken. Hier ist der Gesetzgeber gefragt.

Nach diesem Exkurs finden Sie diese Woche in unserem Newsletter unsere üblichen Themen, wie die Datenschutzprobleme bei Windows 10, dramatische Sicherheitslücken in Android oder die andauernden Betrügereien bei Produktbewertungen im Internet.

Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt, freuen wir uns, wenn Sie ihn auch an Kollegen, Freunde und Bekannte weiterleiten.

Ihr Team von „Surfer haben Rechte“

#1: Windows 10: So schützen Sie Ihre Daten

Am 29. Juli hat Microsoft das neue Windows 10 veröffentlicht. Leider hat sich das Unternehmen jedoch dazu entschieden, viele datenschutzkritische Funktionen erst einmal zu aktivieren und es dem Nutzer zu überlassen, sich durch die Untiefen der verschiedenen Einstellungen zu wühlen, wenn er Abhilfe schaffen möchte. Zeit online erklärt, was man dabei alles umstellen muss.

#2: Android: Dramatische Lücke entdeckt

Sicherheitsforscher haben eine dramatische Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem entdeckt, von der nahezu alle Geräte betroffen sind. Dadurch ist es Angreifern möglich, ein Android-Gerät zu übernehmen, sobald der Nutzer beispielsweise eine präparierte Webseite aufruft oder eine entsprechende MMS empfängt. Leider lassen die Sicherheitsupdates der meisten Gerätehersteller bisher auf sich warten.

Der Entdecker der Lücke hat inzwischen auch eine App veröffentlicht, mit der jeder sein Gerät auf die Sicherheitslücke hin überprüfen kann.

#3: Falsche Produktbewertungen im Netz

Für die meisten unserer Leser ist es zwar sicher ein alter Hut, aber es ist dennoch erschreckend, welche Ausmaße das Fälschen von Produktbewertungen im Internet inzwischen angenommen haben. Auf der anderen Seite sind wirksame Gegenmaßnahmen sehr rar gesät. Worauf Verbraucher jedoch achten können, erklärt Die Welt.

#4: Digitalen Nachlass regeln

Einige Monate nachdem wir unsere #machtsgut-Kampagne zum digitalen Nachlass gestartet haben (http://machts-gut.de/), nimmt das Thema so richtig Fahrt auf. So haben Nutzer inzwischen auch auf Facebook die Möglichkeit, einen Nachlasskontakt einzurichten, der nach dem Tod des Nutzers sein Konto verwalten kann. Was Hinterbliebene sonst noch tun können und wissen sollten, beschreibt die Frankfurter Rundschau Online in ihrem Artikel.

#5: Pseudonyme bei Facebook

Mal wieder geht ein deutscher Datenschutzbeauftragter – dieses Mal aus Hamburg - gegen die Klarnamenpolitik von Facebook vor. 2013 war ein ähnlicher Versuch des Datenschutzbeauftragten aus Schleswig-Holstein gescheitert, allerdings hat sich inzwischen die Rechtslage durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs geändert. Warum er mit seiner Kritik vollkommen recht hat, beschreibt anschaulich die Süddeutsche Zeitung.

#6: Vorratsdatenspeicherung

Nicht nur die Netzaktivisten von der Digitalen Gesellschaft fordern von der Europäischen Kommission den deutschen Vorstoß zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung zu stoppen, auch die deutsche Internetwirtschaft ist der Ansicht, dass das geplante Gesetz gegen EU-Recht verstößt. Darüber hinaus stelle die Vorratsdatenspeicherung ein Sicherheitsrisiko dar.

#7: Kurz Verlinkt, die Surftipps

  • Studie: Deutschen ist der Datenschutz wichtig, allerdings sind sie gleichzeitig erschreckend uninformiert
  • Themenmonat bei handysektor.de zu „Smart Devices“, den Anfang macht ein Artikel über das Smart Home


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Verbraucherrechte in der digitalen Welt wird finanziell gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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