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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Newsletter vom 17.09.2015
Stand: 
17. September 2015

Wären Sie damit einverstanden, wenn ein Unternehmen Ihre persönlichen Daten zu einem anderen Zweck verwenden würde als ursprünglich vereinbart? Nein? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft: 97 Prozent der Verbraucher wären entweder gar nicht oder nur nach vorheriger Einwilligung damit einverstanden. Dennoch wird auf EU-Ebene in diesen Tagen darüber verhandelt, ob diese Zweckbindung aufgelöst werden soll. Über die aktuellen Entwicklungen berichten wir in unserem Newsletter. Außerdem: Mal wieder Ärger mit Windows 10 und die Diskussion über einen „Gefällt-mir-nicht-Button“ bei Facebook.

Wenn Ihnen unser Newsletter gefällt, freuen wir uns, wenn Sie ihn auch an Kollegen, Freunde und Bekannte weiterleiten.

Ihr Team von „Surfer haben Rechte“

#1: vzbv-Umfrage: Verbraucher wollen Kontrolle über ihre Daten

In Brüssel gehen die Trilogverhandlungen zur allgemeinen Datenschutzverordnung der EU in die entscheidende Runde. Einer der kritischen Punkte ist die Zweckbindung. Danach dürfen Daten nur zu vorher festgelegten Zwecken verarbeitet werden. Die Vorschläge des Rats der Europäischen Union würden jedoch erlauben, dass eine Änderung des Verarbeitungszwecks im Nachhinein etwa auf Basis eines „berechtigten Interesses“ eines Unternehmens auch ohne Einwilligung des Verbrauchers möglich wäre. Doch nur 3 Prozent der Deutschen fänden eine solche nachträgliche Zweckänderung unproblematisch. Pressemeldung zur Umfrage.

#2: Unaufgeforderter Download von Installationsdateien für Windows 10

Ist Ihr freier Festplattenspeicherplatz plötzlich um 6 GByte geringer geworden? Dies könnte daran liegen, dass Microsoft die Installationsdateien für Windows 10 auf die Rechner der Nutzer aufspielt, selbst wenn diese Windows 10 überhaupt nicht installieren wollen. Was sie als Betroffener tun können, erklärt Golem.de.

#3: „Gefällt-mir-nicht-Button“ bei Facebook?

Letzte Woche ging durch die Medien, dass Facebook an einem „Gefällt-mir-nicht-Button“ arbeiten würde. Allerdings soll es sich dabei aber nicht um eine Möglichkeit handeln, seinen Missfallen zu äußern, sondern beispielsweise sein Mitgefühl auszudrücken.

#4: Wenn Suchmaschinen zu Quellen werden

Konrad Lischka hat einen interessanten Artikel darüber geschrieben, wie sich die Rolle der Suchmaschinen derzeit ändert. Sie zeigen nicht mehr nur Sucherergebnisse in Form von Verweisen an, sondern präsentieren selbst direkt die Antwort auf das Gefragte. Dabei ist völlig unklar, wie diese Antwort zustande kommt. Mehr Transparenz wäre aber wünschenswert.

#5: Schlechter Datenschutz für Kinder im Internet und bei Apps

Bei einer umfassenden Prüfung von knapp 1500 Apps und Webseiten haben Datenschützer festgestellt, dass etwa zwei Drittel der Angebote persönliche Informationen von Kindern sammeln. Noch beunruhigender: Einige Angebote, die bei Kindern beliebt sind, behaupten dass sie nicht auf junge Nutzer ausgerichtet seien, um keine besonderen Vorkehrungen treffen zu müssen.

Auch das Surfer-Projekt kämpft seit langem mit Informationen, Berichten aber auch Abmahnungen gegen den laxen Umgang mit Kinderdaten durch viele App-Anbieter und Kinder-Webseitenbetreiber:

http://www.vzbv.de/pressemitteilung/kinder-apps-nicht-immer-kinderfreundlich

http://www.vzbv.de/pressemitteilung/kinderspielportale-nutzen-unerfahrenheit-aus

#6: Kurz Verlinkt, die Surftipps


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Verbraucherrechte in der digitalen Welt wird finanziell gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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