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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Onlinewerbung: Nutzer lehnen Surfüberwachung ab und sind von Popups genervt

Onlinewerbung: Nutzer lehnen Surfüberwachung ab und sind von Popups genervt
Ergebnisse Online-Umfrage Werbung

Wir haben gefragt, Sie haben geantwortet: 655 Teilnehmer haben an unserer Umfrage zum Thema Onlinewerbung teilgenommen – mit teils bemerkenswerten Ergebnissen.

Aus allen Altersgruppen haben Nutzer teilgenommen, 19 Prozent waren unter 30, 37 Prozent 30 bis 49 Jahre alt, 33 Prozent 50 oder älter. Es gab keinerlei erkennbare Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen und ihren Antworten.

So fühlten sich 54 Prozent der Nutzer von Onlinewerbung genervt, 21 Prozent nahmen Werbung im Internet „nicht besonders wahr“, 18 Prozent „nehmen sie hin“. Ein Viertel der Nutzer gab an, schon öfter unabsichtlich durch Werbelinks auf Seiten gekommen zu sein, gut die Hälfte manchmal. Absichtlich auf Werbung klicken 14 Prozent manchmal bis häufig, gut die Hälfte (54 Prozent) nur selten. Und 26 Prozent gaben an, noch nie auf Werbung geklickt zu haben.

Eindeutiger ist das Bild hingegen bei PopUp-Werbung: 86 Prozent der Nutzer zeigten sich von plötzlich aufgehenden Werbebannern genervt. 29 Prozent der Nutzer haben einen sicheren Blick für Werbung, gut die Hälfte erkennt Werbung im Netz meistens als solche.

Zwei Drittel der Nutzer gaben an, noch nie auf Werbung im Netz hin ein Produkt erworben oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen zu haben, ein Viertel nur selten und vier Prozent sagten, dass sie „sehr oft“ aufgrund von Werbung entsprechende Angebote wahrnehmen würden.

Klar ablehnend äußerten sich die Teilnehmer zum Thema Auswertung ihres Surfverhaltens für besser auf sie zugeschnittene Werbung: fast drei Viertel der Nutzer lehnten dies rundheraus ab. Zugleich gaben 83 Prozent an, zu wissen, dass derartige Techniken zum Einsatz kommen, neun Prozent war dies unbekannt.

Zwei Drittel der Teilnehmer forderten zudem strengere Regeln für Internetwerbung, zwölf Prozent hatten dazu keine dezidierte Meinung, während 13 Prozent dies ablehnten. Von den Befürwortern strengerer Regeln sah mehr als die Hälfte die Notwendigkeit, dass vor einer Nutzung ihrer Surfdaten oder ihrer Daten aus Sozialen Netzwerken eine Einwilligung stehen müsse, gut ein Viertel forderte zudem eine bessere Information ein.

Für ein werbefreies Internet zu zahlen, dazu wären pauschal 6 Prozent bereit, ein Zehntel, wenn eine anonyme Zahlung möglich sei, 27 Prozent sind unter passenden Umständen dazu bereit – für knapp die Hälfte (48 Prozent) ist das Bezahlen kein interessantes Alternativmodell.

Das Team von Surfer-haben-Rechte.de dankt für die Teilnahme. Eine neue Umfrage zum Thema Reisebuchung im Internet ist seit Anfang Oktober geschaltet, wir freuen uns, wenn Sie an dieser teilnehmen.

  • 19. Oktober 2010
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