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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

So funktionieren Suchmaschinen

So funktionieren Suchmaschinen

Suchmaschinen sind wie Landkarten für das Internet: Sie liefern Adressen und Links, die mit dem eingegebenen Suchbegriff im Zusammenhang stehen. Der Nutzer findet die für ihn interessanten Orte und den Weg dorthin.

Um die Suchergebnisse bereitstellen zu können, schicken Suchmaschinenbetreiber kleine Programme auf die Reise. Diese surfen rund um die Uhr vollautomatisch durch das Netz und analysieren die Inhalte von Webseiten. Nach speziellen Kriterien, die sich von Suchmaschine zu Suchmaschine unterscheiden, werden die Inhalte dann in eine Reihenfolge gebracht. So spielen die Anzahl der Verweise von anderen Seiten, die Häufigkeit der Aktualisierung der Seite und die technische Wichtigkeit des Suchbegriffs (zum Beispiel, ob es sich um eine Überschrift, normalen Text oder kleinere Schrift handelt) eine Rolle für das von der Suchmaschine zurückgegebene Ergebnis. Ist der gesuchte Begriff eine Überschrift, wird er für die Ergebnisliste relevanter, als wenn er im normalen Text steht. Heutzutage beschäftigt sich eine gesamte Branche mit der so genannten Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), der besseren Auffindbarkeit und Platzierung der Webseiten bei den Suchergebnissen. Ziel ist es stets, möglichst weit oben auf den Ergebnislisten zu erscheinen.

Diese Verzeichnisse, die so genannten Indizes, richten sich dabei aber nicht nur nach den Ergebnissen der Analyse. Einige der Suchmaschinebetreiber analysieren darüber hinaus auch die Klicks ihrer Nutzer. Wenn bei der Suche nach einem bestimmten Begriff nicht die ersten, sondern die späteren Suchergebnisse angeklickt werden, „merkt“ sich die Maschine das. Verhalten sich viele Nutzer so, werden die Ergebnisse automatisch in eine andere Reihenfolge gebracht, das heißt beliebtere Suchergebnisse wandern in der Trefferliste weiter.

Das versteckte Netz

Die meisten bekannten Suchmaschinen durchsuchen nur einen kleinen Teil des Internets. Experten sprechen von circa einem Prozent der Gesamtmenge der tatsächlich im Internet vorhandenen Daten. Das liegt daran, dass diese Dienste nur den frei sichtbaren Bereich durchsuchen. Viel mehr Informationen sind vorhanden, werden aber nur nicht dargestellt.

So geben Nutzer zum Beispiel bei einer Webseite ihren realen Namen und bei einer anderen ein Pseudonym an. Spezialisierte Suchmaschinen sind auch in der Lage, normalerweise nicht auf der Webseite sichtbare Informationen zu erfassen. In unserem Beispiel verwendet der Nutzer zwar unterschiedliche Namen. Wenn er jedoch die gleiche E-Mailadresse angibt, kann es sein, dass Suchmaschinen mithilfe dieser abgleichen können, wo der Nutzer überall registriert ist. Der auch „Deep Web“ oder „Hidden Web“ genannte Bereich umfasst wesentlich weitergehende Informationen, als der erste Blick glauben lässt. Einige Suchmaschinen sind darauf spezialisiert, Informationen zu sammeln, die im Bereich zwischen „frei zugänglich“ und „versteckt“ vorhanden sind. Viele Inhalte sind zwar nicht direkt offen zugänglich, doch über Wege, die eigentlich für Programmierer gedacht sind, kann darauf zugegriffen werden.

Zum Beispiel Personensuchmaschinen nutzen diese Zugänge, um gezielt Personennamen zum Beispiel in Sozialen Netzwerken, bei allgemeinen Suchmaschinen, Bilderdiensten oder Wunschlisten wie bei Amazon abzufragen und die Ergebnisse sichtbar zu machen. Vielen Benutzern dieser Dienste ist nicht klar, dass dort hinterlegte Informationen über solche Suchmaschinen leicht auffindbar sind. Grundsätzlich gilt: Was im Internet steht, ist öffentlich. Auch auf einer passwortgeschützten Seite eingetragene Daten sind auf diesem Weg oft auffindbar.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014