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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Soziale Netzwerke mit deutlichen Mängeln
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Soziale Netzwerke mit deutlichen Mängeln
Meldung: Deutliche Mängel bei Sozialen Netzwerken

Die Stiftung Warentest hat Soziale Netzwerke unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse mahnen zur Vorsicht: die Betreiber haben deutlichen Verbesserungsbedarf und Verbraucher sollten genau hinschauen, wem sie etwas anvertrauen.

Im Test Sozialer Netzwerke, der in der April-Ausgabe von "test" erscheint, hat die Stiftung Warentest die Anbieter Facebook, MySpace, StudiVZ, SchülerVZ, Wer kennt Wen, Lokalisten, Jappy, Stayfriends und LinkedIn unter die Lupe genommen. Dabei kamen die Tester zu dem Ergebnis, dass zwei Netzwerke einige, vier Netzwerke deutliche und drei Netzwerke erhebliche Mängel aufwiesen.

Untersucht haben die Prüfer unter anderem die Vertragsbedingungen, aber auch die Datensicherheit bei verschiedenen Anbietern. Dafür führten sie unter anderem einen typischen Hackerangriff auf das System des Anbieters durch. Damit keine Schäden entstehen, wollten die Tester dafür die Zustimmung der Anbieter bekommen - doch manche verweigerten diese.

In einer Prüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) kamen die Mitarbeiter der Stiftung Warentest zu nur wenig besseren Ergebnissen als der Verbraucherzentrale Bundesverband, der einige Anbieter Sozialer Netzwerke im Juli 2009 abgemahnt hatte. Die Anbieter hatten sich danach zur Änderung ihrer AGB verpflichtet - ob diese Verpflichtung eingehalten wurde, prüft der Verbraucherzentrale Bundesverband derzeit. Carola Elbrecht, Projektleiterin Verbraucherrechte in der digitalen Welt, erklärt dazu: "Wenn die Anbieter ihren Pflichten nicht nachgekommen sind, wonach es bei einigen aussieht, werden wir nun weitere rechtliche Schritte prüfen."

Für Verbraucher gilt somit leider nach wie vor: die Anbieter Sozialer Netzwerke sind nach wie vor oft nicht am Verbraucher orientiert, tun zu wenig für den Datenschutz und erlauben sich viel mehr, als zulässig. "Man sollte auf Sozialen Netzwerken nur das von sich bekanntgeben, bei dem man auch kein Problem hätte, wenn es am nächsten Tag auf der Titelseite der Tageszeitung stehen oder im Fernsehen gezeigt würde", sagt Falk Lüke vom Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt.

  • 25. März 2010
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