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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

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Der große Cookies-Check

Surfen, Klicken, Gucken. Und niemand schaut zu? Fehlanzeige. Gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin hat das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt die Webseiten zahlreicher Anbieter überprüft. Fast alle setzen Cookies – wozu sie verwendet werden, wird dabei oft nicht klar.

Die Projekte Verbraucher sicher online (TU Berlin) und Verbraucherrechte in der digitalen Welt (Verbraucherzentrale Bundesverband) haben in einer gemeinsamen Aktion die Webseiten von Zeitungen und Nachrichtenmagazinen, Versandhändlern, Sozialen Netzwerken, Webmaildiensten und Videoportalen überprüft. Untersucht wurde unter anderem, welche Arten von Cookies gesetzt werden und ob der Nutzer hierauf hingewiesen wird.

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass die meisten Anbieter von Online-Inhalten neben Session-Cookies auch Permanent-Cookies einsetzen. Mit Session-Cookies kann der Anbieter einem Nutzer beispielsweise einen Einkauf über mehrere Webseiten hinweg zuordnen. Beim Schließen des Browsers werden diese gelöscht. Permanent-Cookies hingegen verbleiben teilweise über Jahre hinweg im Browser und dienen dazu, alle Webseitenbesuche aufzuzeichnen und einem Nutzer zuzuordnen.
Das Projekt Verbraucher sicher online fand auch zahlreiche Cookies, die nicht vom Seitenanbieter selbst, sondern von Dritten – oft Werbefirmen – gesetzt wurden.

Ein komfortables „Surferlebnis“ – wie das Bestücken eines Warenkorbes und der anschließende Gang zur Kasse – ließe sich allein mit dem Setzen von Session-Cookies erreichen. Werden Permanent-Cookies eingesetzt, vor allem Cookies von Drittanbietern, muss davon ausgegangen werden, dass nur ein Ziel damit verfolgt wird: den Nutzer bestmöglich auszukundschaften, um passgenaue Werbung für ihn zu schalten.

Der Cookies-Check hat weiterhin ergeben, dass die meisten Anbieter zwar darüber aufklären, dass sie Cookies einsetzen. Der findige Nutzer muss sich die Informationen hierzu aber selbst zusammensuchen, am Ende langer Webseiten, in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder versteckt in Datenschutzerklärungen. Wenn der Nutzer die Seite einfach nur aufruft oder im Internet surft, wird er so gut wie nie darauf aufmerksam gemacht, dass Cookies gesetzt werden. Und kann sie folglich auch nicht mithilfe seines Browsers blockieren. Unklar bleibt oft auch, wozu die Cookies verwendet werden.

Darüber hinaus fehlen Hinweise zur Lebensdauer der Cookies und zu Cookies von Drittanbietern. Einwilligungserklärungen beim Einsatz von Permanent-Cookies gibt es kaum. All das lässt den Schluss zu, dass kein tatsächliches und wirtschaftliches Interesse an einem aufgeklärten, informierten Internetnutzer besteht.

  • 25. November 2010
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