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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Unter der Lupe: MP3 Kauf bei Amazon

Unter der Lupe: MP3 Kauf bei Amazon
Amazons Music Cloud

Amazon ist nicht nur einer der größten Online-Händler für Bücher und Haushaltsgeräte, sondern auch ein Treiber des digitalen Wandels. Vor allem der Verkauf von eBooks und digitaler Musik wird durch Amazon vorangetrieben. Schaut man sich insbesondere den Kauf von Musikdateien bei Amazon einmal genauer an, wird schnell klar: Die Musik landet in der Amazon Wolke, ob der Nutzer will oder nicht und auch die Bezahlung birgt Tücken.

Im Dezember 2012 hat Amazon den Kauf von Musikdateien auf seiner Plattform modernisiert. Alle gekauften MP3-Dateien landen nun mehr automatisch in Amazons Cloud Player. Sie können so von überall und auf beliebigen Endgeräten, sei es der PC zu Hause oder das Smartphone unterwegs abgespielt werden. Unterbinden können Verbraucher den automatischen Upload in die Amazon Cloud nicht.

Extra-Bankkosten beim Musikkauf

Amazons MP3-Kauf bietet eine weitere Tücke. Alle Musikdateien können nur mit dem 1-Click-System gekauft werden. Damit werden die einzelnen Musikdateien nicht mehr in einem Warenkorb gesammelt, sondern jede Datei, sei es ein Album oder ein einzelner Song wird sofort gekauft. Das geht schnell und einfach, aber hat für einige Verbraucher auch Nachteile, insbesondere für diejenigen, die ein Bankkonto haben, bei dem für jede Buchung Kosten anfallen. Amazon bietet nämlich nicht an mehrere Musikdateien in einem einzelnen Einkauf zu erwerben, es sei denn, es handelt sich um ein vollständiges Album oder um Songs aus einer Playlist. Zwar können aufeinander folgende Bestellungen einzelner Musikstücke zu einer Transaktion zusammengefasst werden, aber nicht immer ist das der Fall.

Dementsprechend können schnell mehrere Abbuchungen auf dem Konto des Käufers zusammenkommen und das kann für einige Verbraucher Mehrkosten verursachen. Immer noch gibt es Bankkonten, die für einen Grundbetrag zum Beispiel nur 10 Buchungen im Monat inklusive haben – für jede weitere Buchung muss der Verbraucher je nach Geldinstitut zwischen 0,35 und 0,50 Euro zahlen. So kann der Song für 0,99 Euro doch teurer werden als gedacht. Amazon sollte daher dringend daran arbeiten, dass der Verbraucher auch wieder Musikdateien zu einer Transaktion zusammenfassen kann.

  • 28. März 2013
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