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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Von Spam-Bots und bezahlten Tweets: Werbung bei Twitter

Von Spam-Bots und bezahlten Tweets: Werbung bei Twitter
Auf der Spur von Spam-Bots und Schleichwerbung bei Twitter

Beim Mikroblogging-Dienst Twitter kommt man mittlerweile an Werbung kaum vorbei. Neben den offiziellen Werbekanälen in Form von gesponserten Tweets tauchen bei Twitter leider immer öfter Werbemethoden auf, die für den Verbraucherschutz Fragen aufwerfen. Unternehmen treten an Prominente Twitterer heran und bezahlen für Tweets, in denen für ihre Produkte geworben wird. Eine weitere unliebsame Methode der Werbung bei Twitter sind Spam-Bots. Bei beiden Methoden handelt es sich um Werbung ohne ausreichende Kennzeichnung. Wir zeigen, wie man versteckter Werbung bei Twitter ganz einfach auf die Schliche kommt.

Das Geschäft mit der unerwünschten Werbung ist lukrativ. Denn nicht selten fließen Provisionen für jeden über einen eindeutigen Link angelockten Besucher. Oft wird Nutzern beim Besuch der Webseite ein eindeutiger Cookie untergeschoben, der wiedererkannt werden kann. Wenn es zu einem Kauf kommt, bekommt der Bot-Betreiber eine Provision für den Kunden. Hinter den geposteten Spam-Links kann sich sogar Schadsoftware verbergen.

Woran erkennt man einen Spam-Bot? Spam-Bots twittern meist unentwegt Werbebotschaften. Ein schneller Blick in die vergangenen Tweets kann leicht entlarven, ob es sich um einen Bot handelt. Auch eine unmenschliche Reaktionszeit weist auf einen Bot hin. Eine automatische Software ist in der Lage innerhalb von wenigen Sekunden zahlreiche Aktionen durchzuführen: Personen folgen, Tweets retweeten und zahlreiche Kommentare versenden.

Wie geht man mit Werbung bei Twitter um?

  • Nicht auf Kommentare von Bots reagieren

  • Nicht automatisch den Bots folgen, da man sonst schnell von Werbebotschaften überschwemmt wird

  • Nicht auf Links verdächtiger Accounts klicken, da sich dahinter entweder Werbung oder aber Schadsoftware verbergen könnte

  • Verdächtige Accounts melden oder sperren

Empfehlungen und Werbetweets

Auch Prominente, die bei Twitter viele Follower anziehen sind für Werbebotschaften von Unternehmen äußerst interessant. Der Schokoriegelhersteller Mars hatte Stars dafür bezahlt, Werbebotschaften über Twitter zu verbreiten. In mehreren Tweets wurden unterschwellige Werbebotschaften eingebaut, in einem letzten Werbetweet wurde durch den Hashtag #spon und den Firmennamen angedeutet, dass es sich um Werbung handelt. Verbraucherschützer bemängeln, dass diese Kennzeichnung nicht ausreicht. Schließlich kann der Verbraucher nicht immer unterscheiden, welche Tweets Teil der bezahlten Werbebotschaft sind und welche die tatsächliche Meinung des Celebrities darstellen.

Transparenz stärkt Verbraucherrechte

Damit Werbung als solche erkennbar ist, muss sie entsprechend gekennzeichnet sein. In sozialen Netzwerken, Microblogging-Diensten und anderen Beteiligungsplattformen verschwimmt oft die Grenze zwischen bezahlten und unbezahlten Statements. Nicht jeder Tweet kommt von Herzen. Verbraucher haben ein Recht zu erfahren, hinter welchen Tweets sich Werbebotschaften verstecken.

  • 11. April 2012
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