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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Vorsicht vor falschen Abmahnungen

Vorsicht vor falschen Abmahnungen
Die Masche mit dem verletzten Urheberrecht

Über unsere Beschwerdestelle „Das schwarze Schaf“ erreichen uns seit einiger Zeit zahlreiche Hinweise zu falschen Abmahnungen wegen angeblicher Verstöße gegen das Urheberrecht. Die Schreiben stammen angeblich von Herrn Rechtsanwalt Giese, den es zwar tatsächlich gibt, der mit all dem aber nicht das Geringste zu tun und bereits Anzeige erstattet hat.

Die hinterhältige Masche der Trickbetrüger: Verbraucher erhalten E-Mails, in denen sie beschuldigt werden, musikalische Werke illegal heruntergeladen zu haben. Weiterhin wird behauptet, dass bei der zuständigen Staatsanwaltschaft bereits Anzeige erstattet wurde. In der E-Mail heißt es: „Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen, Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen“, sollen die Beschuldigten 100 Euro per UKASH-Karte bezahlen.

Weil die Schreiben ein Aktenzeichen und die IP-Adresse nennen, unter der die Werke angeblich heruntergeladen wurden, erscheinen die Abmahnungen auf den ersten Blick echt. Da tatsächlich viele echte Abmahnungen wegen illegalen Downloads aus Tauschbörsen von Rechtsanwälten im Umlauf sind, lassen sich die Nutzer schnell verunsichern. Und das nutzen die Trickbetrüger aus. Echte Abmahnungen kommen aber in der Regel per Post und werden nicht per E-Mail versandt.

Überweisen Sie auf keinen Fall die geforderten 100 Euro, aber löschen Sie die Ihnen zugegangene E-Mail auch nicht vorschnell. Wenn Sie nicht sicher sind, ob das Schreiben echt ist oder nicht, sollten Sie sich an Ihre Verbraucherzentrale vor Ort wenden.

  • 22. Oktober 2010
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