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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wer liest meine Mails?

Wer liest meine Mails?

Die E-Mail-Korrespondenz liegt nicht auf dem eigenen Rechner, sondern beim Webmaildienst. Für vertrauliche Informationen sind Webmaildienste und E-Mails insgesamt daher ungeeignet.

Nicht zu vertraulich!

Nicht nur Absender und Empfänger bekommen die E-Mail zu sehen, sondern grundsätzlich auch der Webmail-Anbieter und alle Eindringlinge, die sich das Nutzerkennwort oder auf anderem Weg Zugang zum Webmail-Konto verschafft haben. 

Sichere E-Mail-Kommunikation

Die E-Mail ähnelt einer Postkarte: offen zu lesen für alle, die mit ihr zu tun haben. Eine unverschlüsselte E-Mail wird im Klartext versendet und durchläuft auf dem Weg zu ihrem Empfänger eine Vielzahl von Internetrechnern und Datenleitungen.

Damit die E-Mails vertraulich bleiben, sollte sie der Nutzer daher verschlüsseln. Zwei gängige Verschlüsselungsprogramme sind GnuPG (GNU Privacy Guard) und PGP (Pretty Good Privacy). Sie sind sehr sicher und leicht zu bedienen. Allerdings muss auch die Gegenseite diese Verschlüsselungsmechanismen unterstützen.

Die elektronische Kommunikation hat weitere Nachteile: So ist es möglich, den Inhalt von E-Mails während der Übertragung zwischen Absender zum Empfänger zu manipulieren, zu speichern oder auszuwerten. Auch das Abspeichern von an die E-Mails angehängten Dateien ist denkbar einfach. Fotos, Lebenslauf oder auch die aktuellen Quartalsergebnisse – keiner dieser Inhalte ist sicher. Sogar der Absender selbst lässt sich leicht verfälschen.

Wenn die E-Mail dem Absender rechtsverbindlich zugeordnet werden soll, muss eine digitale Signatur verwendet werden. Sie stellt sicher, dass er wirklich der Absender der E-Mail ist. Auch hier bieten Verschlüsselungsprogramme die Lösung: Mit ihrer Hilfe lassen sich E-Mails digital signieren. Sind die E-Mails verschlüsselt, lässt sich auch deren Inhalt nicht mehr verfälschen.

Ein Webmaildienst lässt sich von jedem beliebigen Rechner mit Internetzugang nutzen. Das ist ein großer Vorteil. Im Hinblick auf die Datensicherheit sollte sich der Nutzer aber einige Gedanken machen: Auf keinen Fall das Passwort speichern und an das Logout (also die Abmeldung vom Webmaildienst) denken. Das Passwort sollte nicht zu einfach sein und aus Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen bestehen. Es sollte nicht für Online-Banking oder andere vertrauliche Dienste verwendet werden.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014