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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wer macht Jugendschutz?

Wer macht Jugendschutz?

In Deutschland sind die Anbieter und ihre Selbstkontrolleinrichtungen für die Berücksichtigung des Jugendschutzes verantwortlich. Die Anbieter müssen dafür Sorge tragen, dass bestimmte Angebote im Internet nicht verbreitet werden. Dazu gehören zum Beispiel Darstellungen, die den Krieg verherrlichen oder die Menschenwürde verletzen.

Bestimmte andere Inhalte – wie beispielsweise pornografische Darstellungen – dürfen nur einer so genannten „geschlossenen Benutzergruppe“, also Erwachsenen, zugänglich gemacht werden. Die Anbieter müssen sicher stellen, dass die fraglichen Angebote auch nur von dieser geschlossenen Benutzergruppe wahrgenommen werden können, zum Beispiel durch eine Volljährigkeitsprüfung, die durch persönlichen Kontakt erfolgen muss und durch Authentifizierung, um das Risiko einer Weitergabe von Zugangsdaten an Minderjährige zu reduzieren.

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) überwacht, ob unzulässige jugendgefährdende Angebote öffentlich verbreitet werden. Dabei arbeitet die KJM eng mit Jugendschutz.net zusammen. Jugendschutz.net ist eine gemeinsame Einrichtung aller Bundesländer und überprüft Angebote im Internet, die im Rahmen der allgemeinen Beobachtung oder aufgrund von Beschwerden aufgefallen sind. 

Trotz aller Überprüfung sind jugendgefährdende Inhalte im Internet leicht verfügbar. Das liegt unter anderem auch daran, dass Inhalte im Internet nicht an Ländergrenzen halt machen. Pflichten, die deutsche Anbieter treffen, müssen in anderen Ländern nicht beachtet werden. Grenzüberschreitende Jugendschutzstandards gibt es bislang nicht. Außerdem stehen die Kontrollstellen vor dem bereits genannten Problem: Das Internet und seine Angebote sind uferlos und daher kaum überprüfbar.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014