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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wie finanzieren sich Quantified-Self-Dienste

Wie finanzieren sich Quantified-Self-Dienste

Die Refinanzierungsmodelle sind – wie bei allen anderen Apps auch – sehr unterschiedlich. Die meisten Apps sind kostenlos und refinanzieren ihre Dienste über Werbung, entweder in der App selbst beziehungsweise durch Werbeeinblendungen auf der Internetseite des Dienstes oder durch sogenannte Partnerprogramme.

Dabei wird Werbung des Dienstes auf der Internetseite oder dem Blog eines registrierten Nutzers eingeblendet. Im Falle des Verkaufs eines Produktes dieses Dienstes (wie ein Messgerät zur Erfassung der Daten) erhält der an dem Partnerprogramm teilnehmende Nutzer eine Provision.

Auch durch weitere In-App-Käufe, das heißt durch das kostenpflichtige Hinzubuchen von weiteren Tools für die Nutzung des Dienstes, erfolgt eine Refinanzierung des Dienstes. Dasselbe gilt für sogenannte kostenpflichtige Premiumdienste oder Gold-Mitgliedschaften, die über die kostenlosen Basic-Eigenschaften des Dienstes hinausgehen, beziehungsweise besonderen „Komfort“, wie spezielle Leistungsberichte oder den Verzicht auf Werbung versprechen.

Nichts ist wirklich kostenlos!

Eines sollte jedem Nutzer immer klar sein: Auch bei kostenlosen Apps zahlt der Nutzer im Zweifel mit seinen eigenen Daten. Mag das einzelne Datum augenscheinlich uninteressant sein, aber durch das Zusammenführen einer Vielzahl einzelner Daten aus persönlichen Informationen, Bestands- und Nutzerdaten kann sich kurzerhand ein Gesamtbild und damit ein sehr konkretes Nutzerprofil eines Menschen ergeben.

Schnell lassen sich zum Beispiel aus den körper- und gesundheitsbezogenen Daten in Kombination mit  bestimmten Verhaltensmustern Rückschlüsse ziehen, dass der 35-jährige Hans Müller aus Hamburg, der mit seinem Samsung-Handy mit der Gerätekennung 12341a5b6c7890 und dem Betriebssystem Android 4.2 über das Mobilfunknetz der Telekom telefoniert und im Internet surft und jeden Morgen bei einem Pulsschlag von 130 seine 10 Kilometer an der Alster entlang joggt, um weitere 5 Kilogramm an Gewicht zu verlieren und seinen Body-Mass-Index von 30 weiter zu reduzieren. Diese Daten sind möglicherweise nicht nur für den eigenen Diensteanbieter von Interesse, sondern wecken unter Umständen auch Begehrlichkeiten Dritter.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014