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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wie regle ich meinen Digitalen Nachlass

Wie regle ich meinen Digitalen Nachlass

Um überhaupt umsetzbare Wünsche für einen digitalen Nachlass zu formulieren, müssen die Möglichkeiten, die die verschiedenen Anbieter von Onlinediensten anbieten, bekannt sein (Löschen, Stilllegen, Gedenkstatus). Es sollten eine oder mehrere Personen bestimmt werden, die das digitale Erbe im Todesfall verwalten sollen. Da die Rechtslage nicht eindeutig ist, sind Erben auf die Bestimmungen der Anbieter angewiesen.

Um das zu umgehen, sollten alle Passwörter zu Sozialen Netzwerken, E-Mail-Accounts, Blogs, Online-Shopping-Konten etc. gut verwahrt werden, z.B. auf einem verschlüsselten USB-Stick. Auch Passwortmanager  können bei der Verwaltung der vielen Passwörter helfen. Dort können alle Passwörter zentral abgespeichert und regelmäßig geändert werden. Nur das Master-Passwort muss dann an eine Vertrauensperson weitergegeben werden. Zudem sollte eine Anleitung, was mit den Accounts/Daten passieren soll, sicher verwahrt werden, z.B. in einem Safe oder Bankschließfach. Zwar ist auch das Hinterlassen eines Testaments bei einem Notar möglich, da jedoch Passwörter geändert werden bzw. neue hinzukommen, wird das auf die Dauer zeitraubend und teuer.

Von Unternehmen, die gegen eine Gebühr Passwörter und Anweisungen in der Regel in der Cloud hinterlegen und im Todesfall an die Angehörigen oder eine andere auserwählte Person weitergeben, ist abzuraten. Immerhin werden hier einer Firma Passwörter anvertraut, obwohl im digitalen Leben die oberste Maxime gilt: Behalte deine Passwörter für dich, um dich vor Diebstahl und Betrug zu schützen! Zudem kann die Sicherheit solcher Unternehmen nur schwer eingeschätzt werden. 

Was gehört alles zum digitalen Nachlass?

Zum digitalen Nachlass gehören alle Online-Konten des Verstorbenen, z.B. Guthaben bei Online-Spielen; Versteigerungen bei Ebay, Zugang zum Telekommunikationsvertrag etc. Auch Daten, die sich auf dem PC, Laptop, Festplatte oder USB-Stick des Verstorbenen befinden, können für den digitalen Nachlass wichtig sein. Der Erbe erbt zudem auch gekaufte Software, eBooks, MP3s etc. und darf diese nutzen. Viele dieser digitalen Güter sind jedoch zur Nutzung an den individuellen Account des Verstorbenen gebunden. Eine Umregistrierung bzw. Übertragung des Accounts auf den Erben ist in der Regel nicht möglich. Damit wird eine Nutzung unmöglich gemacht, wenn der Erbe die Zugangsdaten zum Account nicht hat.  

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014