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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wie transparent sind AGB und Datenschutzbestimmungen?

Wie transparent sind AGB und Datenschutzbestimmungen?
AGB und Datenschutzbestimmungen: Lesenswert, aber oft unlesbar

Verbraucher sehen sich bei Online-Diensten oft mit umfangreichen und häufig ebenso wenig verständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen konfrontiert. Die wenigsten haben die Zeit, die umfangreichen Texte vor einem Vertragsabschluss zu lesen.

Und jene Verbraucher, die sich die Mühe machen, die AGB vorher durchzugehen, sehen sich danach nicht selten mit mehr Fragen konfrontiert als vor Beginn der Lektüre. Fachbegriffe und unklare Formulierungen stellen Verbraucher vor ein Problem. Dabei gibt es Regeln für eine verbraucherfreundliche Gestaltung von AGB und Datenschutzbestimmungen.

Verbraucher möchten nicht Stunden mit der Lektüre von ausschweifenden AGB verbringen. Verbraucherfreundliche Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen zeichnen sich durch klare und unmissverständliche Formulierungen aus. Für Nutzer ist eine Datenschutzbestimmung, die sich durch häufigen Gebrauch von vagen Formulierungen, wie etwa „möglicherweise“, „gegebenenfalls“ und „unter Umständen“ auszeichnet aus Sicht der Verbraucherschützer nicht zumutbar. Schließlich ist es hier nicht abzusehen, welche Daten tatsächlich erfasst werden. Wichtig ist ebenso, dass die für Verbraucher besonders wichtigen Punkte möglichst zu Beginn des Textes stehen und bedeutende Passagen zusätzlich hervorgehoben werden, damit Verbraucher auf einen Blick die wichtigsten Inhalte erfassen können. Aussagekräftige Überschriften können bei der Orientierung im Rechtedschungel zusätzlich helfen.

AGB brauchen sich nicht zu verstecken

Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen sollten jederzeit einfach zu finden und einsehbar sein. Dies beinhaltet zunächst, dass der jeweilige Link gut erkennbar auf der Seite platziert wird. Aber auch die Schriftart und Schriftgröße sind wichtige Kriterien für verbraucherfreundliche Bedingungen. Das sprichwörtliche Kleingedruckte sollte eine angemessene Schriftgröße haben, damit Verbraucher auch ohne Vergrößerungsglas die Fakten unter die Lupe nehmen können. Ebenfalls farblich sollten die Inhalte gut erkennbar sein. Hinweise, die sich nicht ausreichend vom Hintergrund abheben sind für Verbraucher schlecht zu erkennen und können leicht übersehen werden.

Symbole sprechen lassen

Eine mögliche Lösung, wie man Datenschutzbestimmungen und AGB besser kommunizieren kann, ist die Nutzung einheitlicher Icons. Die Icons sollen beispielsweise auf einen Blick verständlich darlegen, welche Daten erfasst und weitergegeben und wie lange Daten gespeichert werden. Wissenschaftler und Online-Anbieter haben hierfür unterschiedliche Lösungsansätze entwickelt. Eine einheitliche Lösung gibt es aber noch nicht. Eine Nutzung derartiger Symbole ist zudem für Anbieter nicht verpflichtend. Wenn aber genug Anbieter die Icons nutzen würden, wäre das Fehlen solcher Symbole möglicherweise ein Warnsignal für die Verbraucher.

Auch das Surfer-Projekt hat einige AGB-Klauseln einmal näher unter die Lupe genommen und zeigt Ihnen, was diese tatsächlich für Sie bedeuten. Facebook, Apple und Co. nehmen sich Dinge heraus, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Aber die von uns entwickelte Lupe hilft Ihnen beim Durchblick.

Weitere Informationen: 
  • 13. September 2012
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