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Stand: 29.07.2013
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Onlinewerbung

Tagtäglich begleitet uns Werbung in unserem Alltag. Gerade im Internet ist Werbung vielfältig und oft auch nervig. Von klassischer Bannerwerbung und aufpoppenden Werbefenstern bis hin zur Video-Werbung sind der Kreativität der Werbetreibenden scheinbar keine Grenzen gesetzt. Doch Werbung im Internet kann noch viel mehr: Durch das Erfassen von Nutzerdaten können Warenangebote und Dienstleistungen passgenau auf den Nutzer zugeschnitten und Zielgruppen direkt angesprochen werden.

Probleme und Handlungsempfehlungen

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Ihr nervt: Pop-Ups, Pop-Unders, Interstitials und Video-Ads

Pop-Ups, Pop-Unders, Interstitials, Video-Ads: Alle diese Werbeformen haben eines gemeinsam – sie kommen unerwartet und nerven. Für die Botschaften der Werbetreibenden sind sie jedoch ideal. Sie bieten eine große Werbefläche und müssen vom Nutzer zwangsweise wahrgenommen werden.


Als besonders störende Werbeform gelten Pop-Ups, also Werbung, die sich meist unerwartet in einem separaten Browserfenster öffnet und sich über den eigentlichen Inhalt der aufgerufenen Webseite legt. In der Regel können Pop-Ups schnell und unkompliziert über ein Kreuz am oberen Fensterrand weggeklickt werden. In einigen Fällen werden aber beim Schließversuch immer wieder neue Fenster geöffnet. Dann lassen sich die störenden Fenster nur schwer oder gar nicht aus dem Weg räumen.

 

Neben Pop-Ups werden auch Pop-Unders von vielen Internetnutzern als lästig empfunden. Diese erscheinen ebenso in einem separaten Browserfenster, legen sich allerdings nicht über, sondern unter die aufgerufene Webseite. Schließt der Nutzer beim Beenden seiner Webaktivität den Browser, kommt das verborgene Pop-Under-Fenster zum Vorschein. Diese können dann auch über ein Schließkreuz am oberen Fensterrand weggeklickt werden.

 

Keine Chance der Werbung zu entkommen hat der Nutzer bei Interstitials. Diese Art der Werbung erscheint beim Navigieren auf einer Webseite zum Beispiel von einer Rubrik zur nächsten. Im schlimmsten Fall wird die gesamte Seite von einem Interstitial überdeckt und der Nutzer gezwungen, die Dauer des gesamten Interstitials abzuwarten bis er die neue Seite ansehen kann.

 

Zunehmend eingebunden auf Internetseiten sind auch kleine Video-Werbebotschaften, so genannte Video-Ads. Besonders störend sind Video-Ads, wenn sich diese bei der Auswahl eines bestimmten Inhalts oder einer Rubrik auf einer Internetseite vorschalten. So wird zum Beispiel beim Anklicken eines Spiels eine Werbe-Filmsequenz über mehrere Sekunden eingeblendet, die sich zum Ärger der Nutzer auch nicht immer wegklicken lässt.

 

Gegen Pop-Ups und Pop-Unders haben die meisten aktuellen Browser wie Firefox oder Internet Explorer standardmäßig Schutzmechanismen eingebaut, so genannte Pop-Up-Blocker, die das Öffnen solcher Werbefenster verhindern. Möchte der Nutzer nicht alle Pop-Ups unterbinden, können im Webbrowser auch gewünschte Seiten zu einer Whitelist oder Unerwünschte zu einer Blacklist hinzugefügt werden.

 

Zusätzlich kann der Nutzer seinem Browser noch Erweiterungen wie "AdBlockPlus" oder – noch etwas aggressiver –"Noscript" hinzufügen. Diese unterdrücken auch Werbung, die zum Beispiel größer wird, wenn man mit dem Mauszeiger über sie fährt, die plötzlich Filme mit Musik und Sprache abspielt oder die vor Videos geschaltet wird. Solche Erweiterungen kosten dabei aber auch etwas Surfkomfort, da sie gegebenenfalls die Funktionalität der besuchten Webseiten einschränken.

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Wir kennen uns doch: Behavioral Advertising

Fühlen Sie sich im Internet unbeobachtet? Der Eindruck täuscht. Beim Surfen von einer Seite zur nächsten wird Ihr Verhalten oft nicht aus den Augen gelassen. Interessieren Sie sich auf Seite A für Fußball, auf Seite B für Autos und auf Seite C für Technologie, dann lässt sich aus diesen Interessen mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch einiges mehr über Sie sagen. Anhand des Surfverhaltens können Profile erstellt werden, die als Grundlage dafür dienen, möglichst passgenaue Werbung für den jeweiligen Nutzer zu schalten. Denn was viele Internetnutzer nicht wissen: Die eingeblendeten Werbefenster sind nicht für alle Personen gleich.


Die erforderlichen Informationen über ihr Surfverhalten, Lebensart, Produktinteressen oder Kaufabsichten werden mittels so genannter Cookies gesammelt. Wenn man keine Werbung wünscht, sollte man die im Browser gespeicherten Cookies löschen und dann die Browsereinstellung so aktivieren, dass Cookies von Drittanbietern blockiert werden. Damit wird unterbunden, dass eine Firma das Surfverhalten über mehrere Webseiten hinweg verfolgen kann.

 

Vorsicht ist auch bei der so genannten In-Game Werbung geboten, also Werbeanzeigen, die in Onlinespiele eingebunden sind. Spezielle Software, die für die Einbettung von Anzeigen in Spielen erstellt wurde, kann Daten über das Spielverhalten erheben. So wird festgestellt, wie lange ein Spieler welche Werbung angesehen hat. Auf dieser Grundlage kann Werbung direkt auf ihn zugeschnitten werden.

 

Darüber hinaus fragen manche Anbieter nach besonders vielen Daten und nutzen diese, um Ihnen Werbung zu schicken oder auf Internetseiten einzublenden, die nach Meinung der Werbetreibenden möglichst genau zu Ihnen passt. Wenn Sie das nicht möchten, gilt: Nicht so freigiebig mit den eigenen Daten sein.

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Entdeck mich: Schleichwerbung und Astroturfing

Nicht immer ist Werbung als solche erkennbar. Da werden Links mit Werbung bestückt oder Produktbewertungen von Werbespezialisten verfasst. Zulässig ist das natürlich nicht und für den Nutzer stellt sich die Frage: Was ist denn nun Inhalt der Webseite und was Werbung?


Besonders in Foren und Blogs werden zum Beispiel Links, die zu Unterseiten mit werbenden Texten weiterleiten, in das redaktionelle Angebot eingebettet, ohne dass diese als Werbung gekennzeichnet werden. Eine solche Werbung ist Schleichwerbung im Sinne des § 4 Nr. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und daher unzulässig. Hier gilt es die Augen aufzuhalten und gegebenenfalls die Seitenbetreiber zu informieren.

 

Auch auf den ersten Blick seriös wirkende Produktbewertungen können Werbezwecke verfolgen. Hinter einer positiven Bewertung eines vermeintlichen Verbrauchers oder Kunden kann sich auch das Werk von Werbespezialisten verbergen, so genanntes Astroturfing. Solche gefälschten Kundenbewertungen sind auch Schleichwerbung und damit unzulässig. Es ist schwer zu erkennen, ob eine positive Bewertung von einem Unternehmen selbst verfasst worden ist. Wer aber gefälschte Kundenbewertungen entdeckt, sollte diese dem Plattformbetreiber melden.

Icon für allgemeinen Hinweis

Unerwünschter Werbemüll: Spam

Unverlangte Werbemails füllen täglich das Postfach vieler Nutzer. Oftmals sind die Spam-Mails nicht nur nervig, sondern rauben für das Durchsichten und Löschen der ungewollten Nachrichten auch noch wertvolle Zeit.


Spam-Mails sollten niemals geöffnet und unverzüglich gelöscht werden. E-Mails, die zum Anklicken von Links auffordern, sollten ignoriert werden. Das betrifft auch den Fall der Abbestellung weiterer unaufgeforderter Werbemails. Wer auf Spam-Mails antwortet oder die dort angegebenen Links anklickt, riskiert den Erhalt zahlloser weiterer Werbesendungen.

Abhilfe gegen Spam-Mails schaffen die meisten Mailprogramme und Webmaildienste. So gibt es Mailprogramme, die einen Junk-Mail-Ordner im System standardmäßig eingerichtet haben. Dieser erkennt unerwünschte Nachrichten, fängt sie ab und speichert sie im besagten Ordner. Junk bedeutet dabei so viel wie Müll, Ausschuss oder unbrauchbares Material. Auch bei Webmaildiensten wie gmx.de oder googlemail.com werden die Mails in einem Spamordner abgefangen und können später vom Nutzer kontrolliert und bei falscher Einordnung in den Posteingang verschoben werden.

Wer sich gegen Spam – in der Europäischen Union übrigens verboten – zur Wehr setzen will, kann solche Belästigungen an die Beschwerdestelle des eco - Verbandes der deutschen Internetwirtschaft melden.

Allgemeine Informationen

Kein Entkommen: Werbung ist überall

Auf dem Weg zur Arbeit und überall begegnet uns Werbung: ein gigantisches Plakat für die neue Sommermode in der U-Bahn, eine Anzeige für den ultimativen Staubsauger in der Zeitung. Noch einmal kurz ins Internet und E-Mails checken. Plötzlich poppen Werbefenster auf, die Lärm machen oder sich über den gesamten Bildschirm ziehen.


Pop-Ups, Pop-Unders, Interstitials, Video-Werbung und viele andere Werbeformen begegnen uns tagtäglich auf jeder erdenklichen Webseite im Internet. Zum Teil lassen sie sich nicht wegklicken oder verdecken den gesamten Bildschirm, so dass ein Lesen des Inhalts nicht mehr möglich ist.
Das Internet ist die ideale Werbeplattform geworden. Nur hier können Nutzerdaten so gezielt gesammelt werden, um passgenaue Werbung zu schalten.

 

Aber auch in der digitalen Welt müssen Gesetze eingehalten werden. Irreführende oder belästigende Werbemaßnahmen sind gemäß dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig.

Trennungsgebot beachten

Nicht immer ist Werbung so auf einer Webseite eingebunden, dass diese auch als solche erkennbar ist. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Telemediengesetz (TMG) geben aber vor, dass Werbung klar erkennbar sein muss und sich somit von den Inhalten der Webseite – also zum Beispiel Onlinespielangebote – abgrenzen muss.


Besonders neue Formen der Onlinewerbung wie die Keyword Werbung oder die In-Game Werbung machen es dem Internetnutzer schwer, Werbung auch als solche zu erkennen. Bei der Keyword Werbung - dem Erfolgsgeheimnis von Google- werden solche Werbeanzeigen eingeblendet, die zum Suchbegriff oder dem Inhalt der aufgerufenen Webseite passen. Gibt zum Beispiel ein Nutzer in eine Suchmaschine den Begriff „Kontaktlinsen“ ein, erhält er im Umfeld Werbung für Kontaktlinsen, Brillen und ähnliches. Für den Nutzer ist es oft schwer zu erkennen, ob es sich um eine Werbung oder um einen „echten“ Suchtreffer handelt.

 

Auch in vielen Onlinespielen wird Werbung so eingebettet (In-Game Werbung), dass der Nutzer häufig gar nicht merkt, dass es sich um Werbung handelt. Geworben wird mit Kleidung oder Autos, die in dem Spiel auftauchen, aber auch auf Werbeplakaten und Sportarenen in der virtuellen Spielumgebung.

 

Das Trennungsgebot wird gerade auch auf Kinder- und Jugendseiten häufig nicht eingehalten und ist hier besonders fatal. Die Fähigkeiten eines Kindes zwischen Inhalten und eingebundener Werbung zu unterscheiden, steigt erst mit zunehmendem Alter. Speziell eingeblendete Pop-Up-Fenster bergen die Gefahr, dass die jungen Nutzer durch einen unbeabsichtigten Klick auf die Werbung gelangen. Darüber hinaus ist die im Internet geschaltete Werbung häufig auch deshalb nicht für Kinder geeignet, weil sie nicht altersgerecht ist oder gar Gewaltszenen darstellt. Eltern sollten das Internet daher gemeinsam mit ihren Kindern erkunden und immer mal wieder einen Blick über die Schultern ihrer Sprösslinge werfen. Aber auch die Anbieter sollten regelmäßig überprüfen, in welcher Form und welche Art von Werbung auf ihren Seiten eingeblendet wird, bzw. die Zielgruppe ihres Internetangebots bei der Buchung der Werbung im Blick haben.

So wird aus Werbung Geld

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Werbende für die Einblendung ihrer Werbung auf Webseiten den Betreiber vergüten. Unzählige Faktoren sind ausschlaggebend dafür, welches Modell letztendlich für den Werbenden aber auch für den Webseiteninhaber am effektivsten ist. Geht es dem Werbenden ausschließlich um die Bekanntmachung seines Produkts oder eher um einen möglichst hohen Absatz seines Produkts?


Beim so genannten Tausender-Kontakt-Preis zahlt der Werbende an den Webseitenbetreiber einen bestimmten Geldbetrag, wenn seine Werbung eintausendmal auf der Webseite angesehen wurde. Es reicht also allein das Aufrufen der Webseite, auf der die Werbung eingebunden ist, weil es dem Werbenden nur um das bloße Wahrnehmen der Werbung ohne explizites Anklicken geht. Im Gegensatz dazu ist es bei dem so genannten Cost per click - Modell unerheblich, wie oft die Werbung angeschaut wurde – einzig die Klicks sind entscheidend. Bei jedem Klick auf seine Werbung zahlt der Werbende an den Webseitenbetreiber einen bestimmten Geldbetrag. Diese Art von Vergütung birgt für den Webseitenbetreiber jedoch immer die Gefahr, dass der Werbende die Werbung regelmäßig selber anklickt. Die zurzeit beliebteste Form der Vergütung ist das Cost per action – Modell. Dabei zahlt der Werbende an den Webseitenbetreiber erst einen bestimmten Geldbetrag, wenn ein Besucher auf der Webseite des Werbenden eine bestimmte Aktion, wie zum Beispiel den Kauf einer Hose, ausführt.

Materialien und Links

Stellungnahme 2/2010 der Artikel-29-Datenschutzgruppe zur Werbung auf Basis von Behavioral Targeting
Projektkoordinatorin Carola Elbrecht im Interview zu Werbung auf Kinderseiten

Was macht der vzbv?

Abmahnaktion Kinderspielportale

Das vzbv-Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ hat in den Jahren 2010 und 2011 52 Kinderspielseiten im Internet überprüft. Gegenstand der Untersuchung war Art und Weise der auf diesen Seiten eingebundenen Werbung. Auf drei Kinderspielseiten wurde darüber hinaus auch der Umfang der im Rahmen von Gewinnspielen erhobenen Daten von Minderjährigen überprüft.

Insgesamt wurden 29 Unterlassungsverfahren eingeleitet, von denen 17 Verfahren außergerichtlich durch die Abgabe einer Unterlassungserklärung geklärt wurden. Die Anbieter haben ihre Internetseiten nach Abschluss der Verfahren geändert. Vier Verfahren mussten mangels Zustellbarkeit der Abmahnungen bzw. Klage eingestellt werden. Von den acht Klageverfahren sind zwei Verfahren mit einem positiven Urteil rechtskräftig abgeschlossen. Die übrigen sechs Verfahren befinden sich noch in der gerichtlichen Auseinandersetzung.

 

vzbv und TACD zu Online-Werbung

Anforderungen an verhaltensbezogene Werbung

International arbeitet der vzbv mit europäischen und us-amerikanischen Verbraucherschützern im Rahmen des transatlantischen Verbraucherdialogs (TACD) daran, Verbraucher effektiv zu schützen. Im Juni 2011 wurde ein Forderungskatalog zu verhaltensbezogener Werbung veröffentlicht, in dem Anforderungen an die Gesetzgeber und die Anbieter klar definiert sind.

Online-Umfrage

Online-Umfrage zu In-App-Käufen

Wir suchen Erfahrungen mit ungewollten Kosten, die bei In-App-Käufen entstanden sind. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich drei Minuten Zeit zur Beantwortung unserer fünf Fragen nehmen würden.

Danke, Ihr Surfer-haben-Rechte-Team.

Bewertungsportale im Internet

Urheber: Claus Worenski

Internetalltag im Film

Urheber: Claus Worenski

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Das schwarze Schaf

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