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Stand: 25.11.2013
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Kinder und Jugendliche

Vormittags in der Schule, nachmittags im Netz. Die Kinder und Jugendlichen von heute treffen ihre Verabredungen online, tauschen sich in Sozialen Netzwerken aus, spielen Metin2 statt Gameboy. Sie sind mit dem Computer und dem Internet aufgewachsen, ein Leben ohne können sich viele nicht mehr vorstellen. Hier erfahren sie, ob Lisa noch mit Niko zusammen ist und, ob Jan Englisch schwänzt. Im Netz kaufen sich Jugendliche mit wenigen Klicks ein neues Handy, die teuren Turnschuhe, die jetzt alle tragen und virtuelle Waffen für das angesagte Online-Rollenspiel – manchmal auch ohne dass die Eltern davon wissen. Und manchmal schnappt die Abofalle zu oder flattern Abmahnungen wegen unerlaubter Downloads in Haus. Das passiert dann aber nicht virtuell, sondern ist leider sehr real.

Probleme und Handlungsempfehlungen

Surfer-team bietet Tipps für Kinder und Jugendliche für den Umgang mit Sozialen Netzwerken.

Auf der Party gestern zu viel getrunken? – Uncool, findet die neue Freundin!

Die Partyfotos der letzten Nacht sind heute vielleicht lustig, in ein paar Wochen aber nur noch peinlich. Und die neue Freundin und der Chef sollten die Bilder besser auch nicht sehen. Allzu freigiebige Privatsphäreeinstellungen bei Sozialen Netzwerken machen das allerdings möglich. Und selbst wer alles nur mit Freunden teilt, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite: Nicht immer sind die Freunde von heute auch die Freunde von morgen. Und: Was einmal im Internet gelandet ist, bekommt man nicht wieder zurück. Darum gilt: Bevor man Fotos hochlädt oder zu viel Privates von sich im Netz verbreitet, lieber noch einmal genau nachdenken, wer davon wissen soll.

 


Wie du deine persönlichen Daten in den verschiedenen Sozialen Netzwerken schützen kannst, erfährst du in den Tutorials von "watch your web".

 

Auch die EU-Initiative Klicksafe stellt Leitfäden für die richtigen Einstellungen in Sozialen Netzwerken zur Verfügung.

 

Soziale Netzwerke- und Datenschutztipps für Jugendliche enthält auch die Broschüre „Ich suche dich. Wer bist du?“ vom Jugendnetz-Berlin und dem Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Icon_Allgemeiner Hinweis

Cybermobbing tut weh

Auch wenn einem der Gemobbte nicht gegenübersteht und man die Verletzung nicht unmittelbar sieht – sie ist trotzdem da. Manchmal vielleicht sogar noch größer, weil man nicht weiß, wer der Täter ist. Das macht Angst. Dass man im Internet unerkannt bleiben kann, darf kein Freifahrtschein für Gemeinheiten und Pöbeleien sein. Wer selbst Opfer von Cybermobbing wird, sollte sich auf jeden Fall mitteilen und mit Eltern, Lehrern oder Freunden reden. Wer lieber anonym mit Gleichaltrigen sprechen möchte, kann zum Beispiel auf der Plattform www.juuuport.de jugendliche Scouts um Rat fragen. Diese werden von erwachsenen Experten extra ausgebildet, um Kinder und Jugendliche bei allen Fragen rund um das Web zu beraten.

 

Mehr Informationen zum Thema Cybermobbing stellt die EU-Initiative Klicksafe bereit:

Icon_Urheberrecht

Download erlaubt?

Musik und Filme im Internet sind oft urheberrechtlich geschützt. Das gleiche gilt für Hörbücher, Bücher und für Artikel. Das bedeutet, dass man sie nicht einfach so herunterladen oder sonst irgendwie verwenden darf. Nutzt man zum Beispiel Texte von anderen für eine Arbeit für die Schule, muss man dies kenntlich machen und darf sie nicht als eigene ausgeben.


Lädt man Musik und Filme bei Tauschbörsen herunter, muss man besonders aufpassen: Oft werden die Dateien während des Downloads schon wieder für andere Benutzer bereitgestellt. Wer also eine Datei auswählt, stellt den bislang heruntergeladenen Teil automatisch nahezu zeitgleich Dritten wieder zur Verfügung und wird damit selbst zum Verteiler der Datei. Gegebenenfalls macht man sich so wegen Urheberrechtsverletzungen strafbar. Unter Umständen sogar auch dann, wenn man den Ladevorgang unwissentlich startet. In jedem Fall haben die Rechteinhaber zivilrechtliche Ansprüche, die sie notfalls vor Gericht geltend machen können.

 

Zusammen mit dem Projekt iRights.info hat die EU-Initiative Klicksafe die
Broschüre „Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt!“ erstellt. Außerdem bieten iRights.info und Klicksafe eine Themenreihe zu verschiedenen Rechtsfragen im Netz an. In regelmäßigen Abständen werden aktuelle Schwerpunktthemen rund um Urheber- oder Persönlichkeitsrechte verständlich aufbereitet und auf beiden Portalen zur Verfügung gestellt.

Icon_Vertragsrecht

In die Kostenfalle getappt?

Zugegeben: Kein Problem, das nur die jungen Nutzer betrifft. In die Kostenfalle kann jeder tappen! Denn immer wieder sind Angebote im Internet so aufbereitet, dass nicht klar ist, dass sie kostenpflichtig sind. Oft geht es um Dienste, die es an anderer Stelle im Netz umsonst gibt, zum Beispiel Video-Player und Anti-Viren-Software.


Wichtig: Minderjährige – also junge Leute bis sie 18 Jahre alt werden – können keine Verträge abschließen, aus denen ihnen Kosten entstehen! Wenn Jugendliche einen solchen Vertrag abschließen wollen, brauchen sie die vorherige Einwilligung oder die nachträgliche Genehmigung der Eltern. Haben sie diese nicht, ist der Vertrag ohnehin nicht wirksam. Das kann man dem jeweiligen Anbieter entgegenhalten, wenn er versucht, das Geld aus dem angeblich geschlossenen Vertrag geltend zu machen.

Aber auch ansonsten sind solche untergeschobenen Verträge in vielerlei Hinsicht rechtlich angreifbar. Deshalb sollte man sich im Zweifel gegen unberechtigte Rechnungen zu Wehr setzen. Unterstützung bieten die Verbraucherzentralen unter www.verbraucherzentrale.de.

Die Verbraucherzentrale NRW bietet darüber hinaus zur Information ein kostenloses Faltblatt „Erst durchblicken - dann anklicken!“ zum Download an.

Weitere Tipps rund um Kostenfallen bietet Ihnen auch das Bundesverbraucherministeriums (BMELV).

 

Icon_Allgemeiner Hinweis

Die Rattenfänger von Hameln: Kinder im Werbefokus

Wenn Kinder im Internet unterwegs sind, begegnet ihnen Werbung – und zwar ganz unmittelbar und unumgänglich auch auf Webseiten, die eigenes für Kinder gemacht sind. Der Haken daran: Die Werbung ist einerseits nicht immer kindgerecht und andererseits häufig nicht als Werbung zu erkennen.


Klar ist, dass ein umfassendes und kostenloses Internetangebot für Kinder auch finanziert werden muss. Auch dass dies zum größten Teil über Werbung erfolgt, ist verständlich. Problematisch wird die Einbindung von Werbung auf Kinderseiten aber dann, wenn Kinder nicht erkennen können, dass es sich um Werbung handelt. Deshalb müssen zum einen die Anbieter von Kinderseiten im Internet ihre Werbung so gestalten, dass auch Kinder diese als Werbung erkennen. Zum anderen sollten die Eltern und Schulen die Werbe- und Medienkompetenz der Kinder fördern.

Stolpert ein Nutzer über nicht kindgerechte Werbung im Internet, kann er sich an die Beschwerdestelle von jugendschutz.net wenden.

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Mit dieser Waffe bist Du unbesiegbar!

Gratis spielen bis Level fünf, danach muss gezahlt werden: ein beliebter Trick, wenn es um die Finanzierung von zunächst kostenlosen Spielangeboten geht. Solche Lockangebote sollen die Lust am Spiel wecken und den Nutzer zum Abschluss eines Vertrages bringen. Hier gilt: Ohne die vorherige Einwilligung der Eltern können Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren keine Verträge eingehen, aus denen ihnen Kosten entstehen. Das ist ein besonderer Schutz für Minderjährige, den das Bürgerliche Gesetzbuch vorsieht.


Die Eltern können einen solchen Vertrag übrigens auch im Nachhinein genehmigen. Kein Einverständnis der Eltern zum Abschluss des Vertrags braucht der Jugendliche, wenn er das Onlinespiel mit dem Geld gekauft hat, das ihm seine Eltern zur Verfügung gestellt haben (also zum Beispiel mit seinem Taschengeld).

 

Ebenfalls ein beliebter Trick der Anbieter, um Geld zu verdienen: Damit das Spiel weiter geht, muss der Nutzer virtuelle Waffen oder ähnliches kaufen. Häufig kann man über das Handy oder das Festnetz-Telefon bezahlen. Den Kindern und Jugendlichen wird damit der Kauf von virtuellen Gütern sehr leicht gemacht. Auch hier gilt: Der Vertrag ist nur wirksam, wenn die Eltern damit einverstanden sind oder wenn für den Kauf das Taschengeld verwendet wurde. Kinder unter sieben Jahre können keine Verträge abschließen!

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Zeigt her Eure Daten! (Und am besten auch die von Euren Freunden!)

Wenn man bei einem Sozialen Netzwerk mitmacht oder online Spiele spielt, ist das oft kostenlos. Gerade Soziale Netzwerke leben aber davon, dass man hier viele persönliche Angaben macht, zum Beispiel zu Alter, Hobbys, Vorlieben etc. Die Informationen sind nicht nur für die Freunde, sondern auch für die Anbieter interessant.


Diese können nämlich mithilfe der Daten Profile erstellen – zum Beispiel: weibliche Person, 16 Jahre alt, trinkt gern Café Latte –, um dann für die jeweilige Person, wenn sie im Sozialen Netzwerk unterwegs ist, Werbung zu schalten, die sie möglichst zum Kauf bewegen soll. In diesem Fall etwa für Starbucks. Deshalb gilt: Lieber zweimal überlegen, welche Informationen man über das Soziale Netzwerk austauschen will.

 

Auch die Anbieter von Onlinespielen ermuntern Kinder und Jugendliche, die eigenen Daten oder Informationen über Freunde zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel wenn es heißt: „Wenn Du neue Spieler einlädst, kannst Du damit Geschenke gewinnen, die Du dann im Spiel benutzen kannst!“ Auch hier geht es wieder darum, möglichst viele Informationen zu Werbezwecken zusammenzutragen. Bevor man Daten von Freunden herausgibt, sollte man auf jeden Fall bei ihnen nachfragen.

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Lass mich in Ruhe – Was tun, wenn man belästigt wird?

Viele Jugendliche nutzen das Internet und insbesondere Soziale Netzwerke, um mit Freunden zu kommunizieren und sich auszutauschen. Wo die Kommunikation anonym abläuft, lauern aber auch Gefahren: Es gibt Erwachsene, die über das Internet versuchen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen herzustellen. Es kann zu sexuellen Belästigungen kommen – etwa durch Zusendung pornografischen Materials oder auf verbaler Ebene.


Eltern und Lehrer sollten Kindern und Jugendlichen vermitteln, dass der Chatpartner unter Umständen nicht der ist, für den er sich ausgibt. Wichtig ist es auch, sich mit den technischen Sicherheitseinstellungen vertraut zu machen. Kommt es zu Belästigungen, sollten Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern darüber sprechen. Wer lieber anonym mit Gleichaltrigen sprechen möchte, kann zum Beispiel auf der Plattform www.juuuport.de jugendliche Scouts um Rat fragen. Diese werden von erwachsenen Experten extra ausgebildet, um Kinder und Jugendliche bei allen Fragen rund um das Web zu beraten. Etwaige Vorkommnisse sollten dem Plattform-Betreiber umgehend mitgeteilt werden. Um sexuelle Übergriffe zu vermeiden, sollten sich Kinder und Jugendliche auf keinen Fall allein mit fremden Chatpartnern treffen.

Ausführliche Informationen und Hilfestellungen für Eltern bietet die Plattform www.chatten-ohne-risiko.de

 

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Propaganda im Netz – nicht einlullen lassen!

Rechte und Linke, Fanatiker und Radikale nutzen das Internet für ihre Zwecken, verbreiten Propaganda und hetzen gegen Ausländer, politische und religiöse Gegner. Dabei versuchen sie, ihr Gedankengut als „schick“ darzustellen und vor allem junge Internetnutzer in ihren Bann zu ziehen.


Da in Deutschland die Verbreitung rechtsextremer oder anderer verfassungswidriger Propaganda verboten ist, kann der Internetnutzer Strafanzeige stellen. Über die Beschwerdestelle von jugendschutz.net können jugendgefährdende oder illegale Inhalte direkt gemeldet werden.

Die Broschüre „Klickt's? Geh Nazis nicht ins Netz!" von jugendschutz.net soll 12- bis 15-Jährige für Internet-Propaganda von Rechtsextremen sensibilisieren.

Weitere Informationen zu diesem Thema bietet die Internetpräsenz der Amadeu Antonio Stiftung www.netz-gegen-nazis.de und das spezielle Informationsangebot www.hass-im-netz.info von jugendschutz.net.

Allgemeine Informationen

Wer macht Jugendschutz?

In Deutschland sind die Anbieter und ihre Selbstkontrolleinrichtungen für die Berücksichtigung des Jugendschutzes verantwortlich. Die Anbieter müssen dafür Sorge tragen, dass bestimmte Angebote im Internet nicht verbreitet werden. Dazu gehören zum Beispiel Darstellungen, die den Krieg verherrlichen oder die Menschenwürde verletzen. Bestimmte andere Inhalte – wie beispielsweise pornografische Darstellungen – dürfen nur einer so genannten „geschlossenen Benutzergruppe“, also Erwachsenen, zugänglich gemacht werden. Die Anbieter müssen sicher stellen, dass die fraglichen Angebote auch nur von dieser geschlossenen Benutzergruppe wahrgenommen werden können, zum Beispiel durch eine Volljährigkeitsprüfung, die durch persönlichen Kontakt erfolgen muss und durch Authentifizierung, um das Risiko einer Weitergabe von Zugangsdaten an Minderjährige zu reduzieren.


Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) überwacht, ob unzulässige jugendgefährdende Angebote öffentlich verbreitet werden. Dabei arbeitet die KJM eng mit Jugendschutz.net zusammen. Jugendschutz.net ist eine gemeinsame Einrichtung aller Bundesländer und überprüft Angebote im Internet, die im Rahmen der allgemeinen Beobachtung oder aufgrund von Beschwerden aufgefallen sind. 

 

Trotz aller Überprüfung sind jugendgefährdende Inhalte im Internet leicht verfügbar. Das liegt unter anderem auch daran, dass Inhalte im Internet nicht an Ländergrenzen halt machen. Pflichten, die deutsche Anbieter treffen, müssen in anderen Ländern nicht beachtet werden. Grenzüberschreitende Jugendschutzstandards gibt es bislang nicht. Außerdem stehen die Kontrollstellen vor dem bereits genannten Problem: Das Internet und seine Angebote sind uferlos und daher kaum überprüfbar.

Wie aus Kindern Kunden werden: Werbung auf Kinderseiten

Klar ist, dass ein umfassendes und kostenloses Internetangebot für Kinder auch finanziert werden muss. Auch dass dies zum größten Teil über Werbung erfolgt, ist verständlich. Problematisch wird die Einbindung von Werbung auf Kinderseiten aber dann, wenn Kinder nicht erkennen können, dass es sich um Werbung handelt.


Gerade wenn sich das Spielangebot der Seiten auch an Kinder richtet, ist ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der rechtlichen Regelungen zu richten. Gesetzliche Grundlagen für Onlinewerbung, die sich an Kinder richtet, finden sich im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), im Telemediengesetz (TMG) sowie im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV).

 

Demnach muss Werbung klar vom redaktionellen Inhalt der Webseite getrennt sein und darf nicht auf entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte wie Gewaltspiele verlinken. Eine Trennung zwischen Inhalten der Webseite und Werbung ist auf Kinderspielseiten noch strikter vorzunehmen als bei Erwachsenen. Insofern orientiert sich der Maßstab des Trennungsgrundsatzes nicht an dem „durchschnittlichen Verbraucher“, sondern vielmehr an der Nutzergruppe, die mit der Werbung und den Inhalten konfrontiert wird, in diesem Fall den Kindern. Diese sind nicht wie Erwachsene in der Lage zu beurteilen und danach zu differenzieren, ob es sich bei bestimmten Formen von Werbung um ein Spiel des Seitenbetreibers selbst oder ob es sich um die Werbung eines dritten Unternehmens handelt.

 

Das Besondere an Kinderseiten im Internet ist, dass sie häufig insgesamt ein sehr spielerisches Layout haben. Solche Webseiten arbeiten mit bewegten Bildern und weniger mit Text, um auch für eine jüngere Zielgruppe, deren Lese- und Schreibkompetenz noch nicht so ausgeprägt ist, ansprechend zu sein. Gerade dieser Umstand macht es Kindern besonders schwer zwischen Werbung und Inhalt auf solchen Spielewebseiten zu unterscheiden. Ein Klick in dem Glauben, das Kind startet ein Spiel und schon beginnt ein Werbefilm oder es wird umgeleitet auf eine Unternehmensseite oder gar auf nicht altersgerechte Inhalte, wie Horror- , Gewinn- oder Quizspiele, die den Tod errechnen sollen.

 

Darüber hinaus ist Werbung im Internet im Gegensatz zum Fernsehen immer direkter. Es besteht keine Möglichkeit sich der Werbung zu entziehen. Schließlich gibt es im Internet keine Werbeblöcke. Vielmehr begegnet dem Nutzer Werbung überall, nicht immer lässt sie sich wegklicken, häufig wirkt sie störend.

Vorsicht geboten! - Datenschutz auf Kinderseiten

Ein besonderes Schutzbedürfnis der Kinder ergibt sich auch im Zusammenhang mit Fragen des Datenschutzes auf Kinderseiten. Betreiber von Kinderseiten beschränken sich nicht immer auf das reine kostenlose Spielangebot. Eine andere Währung, nämlich die in Form von Daten, ist zunehmend bei den auf Kinderseiten angebotenen Gewinnspielen zu beobachten, in denen Kinder bei einer Teilnahme an einem Gewinnspiel aufgefordert werden, ihre Daten preis zu geben und sich zu erklären.


Vor allem bei jüngeren Kindern erscheint höchst zweifelhaft, ob diese rechtswirksam in die Datenerhebung und –verwendung einwilligen können. Schließlich fehlt ihnen in der Regel die erforderliche Einsichtsfähigkeit in die Datenverarbeitungsvorgänge. Zumindest bei jüngeren Kindern stellt sich die Frage, ob es in solchen Fällen nicht einer Einwilligung durch die Eltern/des gesetzlichen Vertreters bedarf.

Materialien und Links

Aufklärung über Risiken im Netz bietet die Initiative www.watchyourweb.de - gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die EU-Initiative Klicksafe für mehr Sicherheit im Netz bietet viele hilfreiche Informationen zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken, aber auch weitere Themen wie Onlinespiele, Cybermobbing, Tauschbörsen etc. werden anschaulich dargestellt.
Hilfe im Dschungel der Medienkompetenz-Angebote

Für Lehrer gibt es zahlreiche medienpädagogische Angebote im Netz. Ob Medienkompass für Kindertagesstätten, Schulen und Familien oder verschiedene Angebote zur Förderung der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen an. Hier finden Sie eine Übersicht.

Checked4you ist das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Hier finden Jugendliche hilfreiche Tipps rund um Handys, Computer, Internet, Reisen, Ernährung und vieles mehr.
jugendschutz.net kontrolliert das Internet und sorgt für die Einhaltung des Jugendschutzes. Darüber hinaus stellt jugendschutz.net auf der Webseite www.klick-tipps.net regelmäßig kindgerechte Internetangebote zusammen.
Mit der Webseite www.youngdata.de bietet der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz Jugendlichen Informationen zum Datenschutz, Datenschutztipps für ein kluges Verhalten im Internet und Berichte über die digitale Zukunft unserer Gesellschaft.
Auf der Kinder- und Jugendwebsite www.bmelv-durchblicker.de des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finden Kinder und Jugendliche unter anderem wertvolle Informationen zur Sicherheit im Internet.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband bietet einen Materialkompass an, mit dem Lehrer und Pädagogen schnell das richtige Unterrichtsmaterial, u.a. auch zu Sozialen Netzwerken, Datenschutz, Werbung, Handy etc. finden.
Der Erfurter Netcode e. V. setzt sich für die Qualität von Kinderseiten im Internet ein und vergibt ein Siegel für herausragend positive Angebote, so dass Eltern gute und sichere Internetseiten für Ihre Kinder zur Verfügung stehen.

Was macht der vzbv?

Abmahnaktion Kinderspielportale

Das vzbv-Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ hat in den Jahren 2010 und 2011 52 Kinderspielseiten im Internet überprüft. Gegenstand der Untersuchung war Art und Weise der auf diesen Seiten eingebundenen Werbung. Auf drei Kinderspielseiten wurde darüber hinaus auch der Umfang der im Rahmen von Gewinnspielen erhobenen Daten von Minderjährigen überprüft.

Insgesamt wurden 29 Unterlassungsverfahren eingeleitet, von denen 17 Verfahren außergerichtlich durch die Abgabe einer Unterlassungserklärung geklärt wurden. Die Anbieter haben ihre Internetseiten nach Abschluss der Verfahren geändert. 4 Verfahren mussten mangels Zustellbarkeit der Abmahnungen bzw. Klage eingestellt werden. Von den acht Klageverfahren sind zwei Verfahren mit einem positiven Urteil rechtskräftig abgeschlossen. Die übrigen sechs Verfahren befinden sich noch in der gerichtlichen Auseinandersetzung.

 

Untersuchung Kinderapps

Das Surfer-Projekt hat 32 kostenlose Apps, die sich speziell an Kinder richten, überprüft. Auffällig war: Kinder-Apps sind nicht in jedem Fall kinderfreundlich. Manche Apps enthielten jugendgefährdende Werbung oder Werbung war nicht immer ausreichend vom Inhalt der App getrennt. Zudem stieß das Projekt immer wieder auf so genannte In-App-Käufe. Ein Klick – und schon erfolgt die Abrechnung für den neuen Spielgegenstand über die Telefonrechnung oder die Prepaid-Karte des Smartphones. Dabei variiert die Höhe der Kaufpreise für einen In-App-Kauf zwischen wenigen Cent bis in den hohen zweistelligen Euro-Bereich.

Das Projekt hat drei Unterlassungsverfahren gegen Kinder-App-Anbieter eingeleitet.

Online-Umfrage

Online-Umfrage zu In-App-Käufen

Wir suchen Erfahrungen mit ungewollten Kosten, die bei In-App-Käufen entstanden sind. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich drei Minuten Zeit zur Beantwortung unserer fünf Fragen nehmen würden.

Danke, Ihr Surfer-haben-Rechte-Team.

Bewertungsportale im Internet

Urheber: Claus Worenski

Internetalltag im Film

Urheber: Claus Worenski

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Das schwarze Schaf

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