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Stand: 13.02.2013
Preisvergleichsportale
Preisvergleichsportale

Preisvergleichsportale

Wo gibt es das günstigste Smartphone? Und wer ist der preiswerteste Stromanbieter? Auf Preisvergleichsportalen können Nutzer mit wenigen Klicks herausfinden, was ein Produkt bei welchem Anbieter kostet, wer Dienstleistungen erbringt und was dafür zu zahlen ist. Normaler Alltag für mehr als zwei Drittel der Deutschen. Doch nicht jedes Vergleichsportal ist so objektiv wie es scheint. Und der auf der Plattform genannte Anbieter, der auf den ersten Blick den niedrigsten Preis angegeben hat, muss nach genauerer Prüfung keineswegs der günstigste bleiben.

Informationen zu Diensten und Anbietern

Probleme und Handlungsempfehlungen

Auch Quantität macht Qualität

Auch Quantität macht Qualität

Die Qualität der Portale schwankt je nach Engagement der Betreiber. Zum Beispiel greifen manche Anbieter nur auf eine geringe Menge an Daten zurück, so dass für einen Preisvergleich nur ein kleiner Teil der insgesamt vorhandenen Angebote durchsucht wird. Auch das Sonderangebot, das es nur einen Tag lang gibt, findet die Preissuchmaschine häufig nicht. Nutzer sollten daher ihre Auswahl an Produkten oder Dienstleistungen immer mindestens auf 3 Portalen vergleichen.

Auf den preis achten

Alles drin im Preis?

Der Nutzer möchte sich einen schnellen Überblick darüber verschaffen, was er für das Produkt letztendlich zahlen soll. Dafür muss neben dem Endpreis auch die Angabe aller zusätzlichen Kosten wie zum Beispiel Versandkosten aufgezeigt werden, und zwar auch auf der Preisvergleichswebseite und nicht erst auf der Webseite des Unternehmens. Gerade die Versandkosten weichen unter den verschiedenen Händlern stark voneinander ab, so dass der Preis bei dem gleichen Produkt große Unterschiede aufweisen kann.


Auch der Zahlungsweg sollte beim Vergleich Berücksichtigung finden: Einige Anbieter verlangen für bestimmte Zahlungsarten wie Kreditkarte oder Nachnahme-Sendungen hohe Aufschläge. Von daher sollte vor dem Versenden der Bestellung überprüft werden, ob der Preis auf der Händlerseite auch noch mit dem Preis auf der Preisvergleichsportalseite übereinstimmt. Es kommt vor, dass die auf Preisvergleichsportalen aufgeführten Angebote nur wenige Minuten gelten.
Voreinstellungen beachten

Voreinstellungen beachten

Nicht selten sind auf Vergleichsportalen zu Dienstleistungen wie Strom, Gas und Versicherungen bereits Voreinstellungen getroffen, wie Vorkasse, Kaution und Boni. Gerade dadurch erscheint ein besonders günstiger Preis. Von daher sollte auf die Voreinstellungen geachtet und gegebenenfalls voreingestellte Häkchen entfernt werden, wenn Sie beispielsweise lieber monatlich zahlen wollen. Wenn Sie von einem Preisvergleichsportal einem Link zu einer Händlerseite folgen, achten Sie auch hier darauf, ob kostenpflichtige Voreinstellungen getroffen wurden. Das können zum Beispiel voreingestellte Versicherungen sein, die nicht benötigt werden.

Preisvergleichsportale nutzen Daten auch für Werbung

Datennutzung auch für Werbung

Preisvergleichsportale finanzieren sich auch durch Werbung auf ihren Seiten. Möchte der Nutzer genaue Ergebnisse insbesondere bei Strom-, Gas- oder Versicherungsverträgen erhalten, muss er viele detaillierte Angaben über sich und seine Lebensgewohnheiten machen. Diese Daten werden nicht nur für die Anzeigen der passenden Suchergebnisse verwendet, sondern auch für personalisierte Werbung.

auf seriösen Händler achten

Seriöser Händler?

Selbst wenn das günstigste Angebot gefunden wurde, ist weiterhin Vorsicht geboten, denn dann ist immer noch nicht klar, ob der Händler auch seriös ist. Generell gilt: Ein seriöser Anbieter bietet Kunden Informationen über den Sitz des Unternehmens, alle wesentlichen Vertragsinhalte und Kontaktmöglichkeiten über Telefon und E-Mail. Fehlen derartige Angaben, ist Vorsicht geboten. Zusätzlich können Kundenbewertungen und Forenbeiträge anderer Nutzer über das ausgewählte Unternehmen Aufschluss über dessen Zuverlässigkeit zum Beispiel in Bezug auf die Lieferung der Ware geben.

Allgemeine Informationen

So finanzieren sich Vergleichsportale

Die Frage nach dem günstigsten Preis steht bei Preisvergleichsportalen im Mittelpunkt. Es gibt eine beachtliche Anzahl solcher Portale, bei denen die Verbraucher Produktpreise und Dienstleistungen einfach vergleichen können. Dass solche Portale auf Finanzierungsquellen wie Werbung und Provisionen angewiesen sind, ist nachvollziehbar und legitim. Doch der Teufel steckt auch hier oft im Detail. Preisvergleichsportale stehen in der öffentlichen Diskussion im Verdacht, nicht immer neutral und unabhängig zu sein. Nicht selten sollen die Portale die gelisteten Suchergebnisse zu ihren finanziellen Gunsten beeinflussen. Sowohl die Anzeige eines Produkts einschließlich des Rankings innerhalb der Listenanzeige, als auch die Höhe der Provision für etwaige Klicks oder Verkäufe sollen hierfür ausschlaggebend sein.


Die meisten Portale verdienen ihr Geld damit, dass Verbraucher nach dem Vergleich einen Vertrag abschließen, zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung. Für diese Vertragsvermittlung erhalten die Portale dann eine Provision. Daher bilden sie auch nicht immer die tatsächliche, komplette Produktpalette ab, die auf dem Markt erhältlich ist. Hier muss der Gesetzgeber endlich gegenwirken und Transparenz schaffen. Unternehmen dürfen Betreiber von Vergleichsportalen nicht vergüten oder gar eigene Vergleichsportale unterhalten, um eine bessere Platzierung ihrer Produkte und Dienstleistungen zu erreichen.

 

Daneben finanzieren sich die Portale auch durch Werbung auf ihren Seiten. Möchte der Nutzer genaue Ergebnisse insbesondere bei Strom, Gas oder Versicherungsverträgen erhalten, muss er viele detaillierte Angaben über sich und seine Lebensgewohnheiten machen. Diese Daten werden auch für personalisierte Werbung verwendet.

Checklisten und Links

Checkliste Preisvergleichsportale
Das Wichtigste zu Preisvergleichsportalen. Kurz und knapp, schwarz auf weiß. Zum Herunterladen und Ausdrucken.

Was macht der vzbv?

Stellungnahme des vzbv zu Vergleichsportalen
Im Rahmen des DG SANCO Consumer Summit im Mai 2012 hatte die Europäische Kommission beschlossen, einen Stakeholder-Dialog zu Online-Vergleichsportalen durchzuführen. Am Ende der Workshops könnte eine gesamteuropäische Richtlinie stehen. Auch der vzbv hat eine Stellungnahme zu Vergleichsportalen abgegeben. Aus Sicht des vzbv kommt es vor allem darauf an, größtmögliche Transparenz zu schaffen und den Wettbewerb zu fördern: Verbraucher müssen zielgerichtet und ohne voreingestellte Filter informiert, jegliche Missbrauchsmöglichkeiten verhindert und Kontrollfunktionen gestärkt werden.
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Online-Umfrage zu Datenschutzerklärungen

Würden Sie Datenschutzerklärungen lesen, wenn diese verständlich und übersichtlich wären? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich 2 Minuten Ihrer Zeit zur Beantwortung unserer 3 Fragen nehmen würden.

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Bewertungsportale im Internet

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Internetalltag im Film

Urheber: Claus Worenski

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Das schwarze Schaf

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