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IP-TV: Das ungewollte Fernsehprotokoll
Pseudonym nicht gleich anonym
Die Erhebung der Nutzerdaten soll laut Angaben des Unternehmens pseudonymisiert durchgeführt werden, die Daten werden anschließend anonymisiert ausgewertet werden. Die anonymisierten Statistiken sollen dann an TV-Sender weitergegeben werden. Die Pseudonymisierung ist dabei aber kritisch zu beurteilen. Denn pseudonym heißt nicht anonym – die Daten können innerhalb des Unternehmens auch nach einer Pseudonymisierung mittels der Nutzerdaten einer Person zugeordnet werden.
Widerspruch einlegen
Derzeit nutzen rund 1,7 Millionen Verbraucher den Dienst der Deutschen Telekom. Ab dem 16. Juli 2012 soll das Datensammeln dann los gehen. Zustimmung wird vorausgesetzt – wer keine Protokollierung seiner Nutzungsdaten möchte, muss umständlich widersprechen. Der Widerspruch erfordert nämlich die Eingabe der Benutzer-PIN. Aus Sicht von Datenschützern macht dies den Widerspruch zusätzlich kompliziert. Die Eingabe einer PIN ist weder technisch noch rechtlich notwendig und stellt für die Verbraucher eine zusätzliche Hürde dar. Zudem besteht Unsicherheit, wie derartige Daten in Zukunft genutzt werden. Der Verdacht liegt nahe, dass die Nutzerdaten irgendwann einmal auch für personalisierte Werbung genutzt werden könnten.
Da die Folgen und die Nutzung sowie die Schutzmechanismen für die Protokollierung der Nutzerdaten derzeit noch unklar sind, sollten Verbraucher im Zweifel Widerspruch gegen die Erfassung ihrer Nutzungsdaten einlegen. Hierzu muss das Menü Einstellungen, dann Benutzerkonto und abschließend Datenschutz aufgerufen werden.
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