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Stand: 01.04.2014
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Aktuelle Meldungen

Was passiert in der digitalen Welt, was berührt die Verbraucherrechte? Wir berichten, was bemerkenswert ist, und geben Hinweise zum richtigen Verhalten.

Attacke auf Nutzerkonten

Wenn die iCloud-Backupfunktion eines iPhones aktiviert ist, werden automatisch alle aufgenommenen Fotos auf den Apple-Servern gespeichert. Außerdem bietet Apple über die iCloud die „Mein iPhone suchen“-Funktion an, über die das Handy geortet werden kann, sollte der Nutzer es verloren haben. Beide Dienste sind über denselben Account erreichbar.

 

Um sich Zugriff auf die Fotos zu verschaffen, nutzte der Täter vermutlich eine Sicherheitslücke der „Mein iPhone suchen“-Funktion. Denn bis vor kurzem war es möglich, beim Login-Vorgang automatisiert eine Vielzahl von Buchenstaben, Zahlenkombinationen oder Wörtern auszuprobieren – ein so genannter Brute-Force-Angriff („rohe Gewalt“). Die Angreifer verwenden bei diesen Angriffen bevorzugt Listen von beliebten Passwörtern und Wörterbücher. Das bedeutet: War die E-Mail-Adresse des Opfers bekannt und verwendete es ein zu einfaches Passwort, konnte der Account relativ leicht geknackt werden. Darum ist es so wichtig, starke Passwörter zu verwenden.

 

Nun sollen diese Passwörter nicht nur stark sein, also aus einer ausreichend langen, zufälligen Aneinanderreihung von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen, sondern es sollte auch noch für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwendet werden. Nur so kann man sich sicher sein, dass bei einem Datenleck bei einem Anbieter das Passwort nicht auch auf anderen Webseite missbraucht werden kann. Doch wie bewerkstelligt man das am besten? Dafür hat das Surfer-Team bereits vor einiger Zeit ein paar Tipps und Tricks für sichere Passwörter zusammengestellt.

 

Verwenden auch Sie schon sichere Passwörter?

 

 

Demo für Freiheitsrechte

Über ein Jahr ist seit den ersten Enthüllungen von Edward Snowden über die ausufernde Überwachung durch die Geheimdienste vergangen, doch eine Aufklärung – auch über die Rolle der deutschen Dienste – ist nicht in Sicht. Gleichzeitig wird seit über zweieinhalb Jahren wird über eine neue EU-Datenschutzverordnung gestritten, doch die Fortschritte sind überschaubar. Und alle paar Monate werden Internet-Nutzer aufgefordert werden, ihre Passwörter bei Online-Diensten zu ändern, weil keine ausreichenden Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden. Mehr als Grund genug für 6.500 Menschen auf die Straße zu gehen und ihrem Ärger friedlich Ausdruck zu verleihen.

 

Für alle, die nicht an der Demonstration teilnehmen konnten hat das Demobündnis die Reden auf seiner Webseite zur Verfügung gestellt. Weitere Impressionen findet man beispielsweise auf Flickr oder Youtube.

Kein „Plan B“ für die europäische Datenschutzreform

Unter der Leitfrage, ob die ins Stocken geratene Reform einen „Plan B“ bräuchte, hatte Peter Schaar Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europaparlaments (Grüne), Hans-Heinrich von Knobloch vom Innenministerium, Judith Rauhofer von der Universität Edinburgh und Prof. Gerrit Hornung von der Universität Passau eingeladen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Datenschutzverordnung zügig verabschiedet werden muss – und dabei besonders die Rechte der Bürger, Anwender und Verbraucher gestärkt werden müssen.

Datenschutzreform: ja, aber wann?

Jan Philipp Albrecht als Berichterstatter für das Europäische Parlament und wesentlich an der Aushandlung der Reform beteiligt, will die Reform noch in diesem Jahr verabschieden, immerhin haben sich sowohl die EU-Kommission als auch das Europaparlament schon auf Kompromisse geeinigt. Hans-Heinrich von Knobloch sprach für die Bundesregierung davon, dass 2015 realistisch sei –mehr sei im Ministerrat nicht machbar, zumal die Bundesregierung an manchen Stellen noch grundsätzliche Zweifel hege. Die Ungeduld von vielen Seiten daran sei zwar berechtigt, aber eine harmonisierte Regelung, die Standards setzt und allen Bürgern, Verbrauchern und Wirtschaftsunternehmen Rechtssicherheit gewährleistet, brauche Zeit. Gleichzeitig stellte er in Frage, ob eine unmittelbar gültige Verordnung, die für alle 420 Millionen Menschen in Europa den gleichen Schutz gewähren würde, überhaupt das richtige Mittel für den Datenschutz sei.

Judith Rauhofer und Gerrit Hornung als Vertreter der Wissenschaft und datenschutzrechtlichen Praxis sahen die Vorschläge der Kommission und des Europaparlaments dagegen auf einem sehr guten Weg und teilten die grundsätzlichen Zweifel nicht. Die Wirtschaft brauche nicht noch mehr Spielräume. Hornung sprach sich viel mehr für einen verstärkten technischen Datenschutz aus, etwa durch Datenschutzaudits oder Gütesiegel und verwies auf den Ansatz, den das Europaparlament vor zwei Wochen in erster Lesung gebilligt hatte. Dort sind auch verbraucherfreundliche Symbole vorgesehen, die den Nutzern auf einen Blick signalisieren sollen, was mit ihren Daten passiert.

                                                                                                                  Der vzbv setzt sich seit Beginn der Verhandlungen für eine verbraucherfreundliche Datenschutzreform ein, die insbesondere den Grundsatz der Einwilligung stärkt und eine Profilbildung nur in Ausnahmefällen billigt. 

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