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Stand: 12.06.2012
Bewertungs- und Preisvergleichsportale
Icon Bewertungs- und Preisvergleichsportale

Bewertungen und Preisvergleiche

Die Autowerkstatt hat einen viel zu teuren Reifenwechsel vorgenommen? Der Urlaub war zwar insgesamt schön, aber das Hotel grauenhaft? Der neue Laptop war nicht teuer, ist aber kaputt? Wer hat all das empfohlen? Vorher vergleichen und auf andere hören kann sich lohnen. Im Internet gibt es Plattformen zum Vergleich von Preisen und zur Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Doch auch hier lauern Stolperfallen – beim Nutzen und beim Mitmachen.

Informationen zu Diensten und Anbietern

Checkliste

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Kurz und knapp, schwarz auf weiß. Zum Herunterladen und Ausdrucken.

Probleme und Handlungsempfehlungen

Icon Problem

Auch Quantität macht Qualität

Die Qualität der Portale schwankt je nach Engagement der Betreiber. Zum Beispiel greifen manche Anbieter nur auf eine geringe Menge an Daten zurück, so dass für einen Preisvergleich nur ein kleiner Teil der insgesamt vorhandenen Angebote durchsucht wird. Und das Sonderangebot, das es nur einen Tag lang gibt, findet die Preissuchmaschine häufig nicht. Auch bei Dienstleistungsportalen sind im Regelfall nur eine kleine Menge Anbieter wie zum Beispiel Handwerker registriert. Das heißt, dass das günstigste angezeigte Angebot keineswegs wirklich günstig sein muss. Nutzen Sie deshalb am besten mehrere Portale, wenn Sie Preise vergleichen wollen.

Ausrufezeichen

Wer empfiehlt sich?

Kundenrezensionen – also Texte im Gegensatz zu Bewertungen mit Noten – sind doppelt problematisch: Erstens kann sich hinter der vermeintlich positiven Bewertung auch das Werk von Werbe-Spezialisten verbergen (so genanntes „Astroturfing“). Solche gefälschten Kundenbewertungen sind Schleichwerbung im Sinne des § 4 Nr. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und damit rechtswidrig. Es ist schwer zu erkennen, ob eine positive Bewertung von einem Unternehmen selbst verfasst worden ist. Wer aber gefälschte Kundenbewertungen entdeckt, sollte diese dem Plattformbetreiber melden.

 


Auch die Plattformbetreiber selbst versuchen den „Betrügern“ auf die Spur zu kommen: So gibt es verschiedene Software, die alle Berichte nach bestimmten Wörtern filtert. Auffällige Beiträge werden dann von Mitarbeitern der Portale überprüft.

 

Woran erkenne ich gute Bewertungen noch? 

 

Wenn ein Anbieter zum Beispiel zu 90 Prozent positiv bewertet wurde, ist das wenig wert, wenn die Anzahl der Bewertungen insgesamt niedrig ist. Wenn von drei Bewertungen zwei positiv ausfallen, ist dieses Ergebnis weniger aussagekräftig, als wenn von eintausend Bewertungen neunhundertfünfzig gut sind. Die Anzahl der Bewertungen sollte daher mit angezeigt werden.

 

Daneben sollten die Bewertungen mit Namen oder Pseudonymen gekennzeichnet sein. Am besten ist es, wenn die Nutzer ein Profil einsehen und denjenigen, der eine Bewertung vorgenommen hat, auch kontaktieren können. Eine Feedback-Funktion ist ebenfalls sehr hilfreich: So können die bewerteten Unternehmen auf ihre Bewertungen reagieren und eventuelle Mängel beheben.

 

Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen, dass die Kriterien für Bewertungen jeder Art auch stark vom jeweiligen Kunden, also dessen Zufriedenheit in der konkreten Situation, dessen Geschmack und dessen Erwartungen abhängig sind.

 

Worauf muss ich achten, wenn ich selber Beiträge verfassen will?

 

Wer selbst teilnehmen und Beiträge verfassen will, sollte sachlich bleiben. Auch wenn der Ärger groß ist – andere Nutzer haben mehr von nüchternen Beiträgen. „Sechs Stunden war keiner an der Hotline zu erreichen“ hilft anderen Menschen viel mehr als die Behauptung „Service totaler Mist.“ Wer persönlich wird oder übertreibt, kann sich juristischen Ärger einhandeln.

Anbieter

Exemplarisch führen wir hier die Namen einiger Anbieter derartiger Dienste auf:

 

guenstiger.de, geizhals.at, billiger.de, blauarbeit.de, myhammer.de, arzt-preisvergleich.de, jamedo.de, idealo.de, ciao.de, preisvergleich.de, evendi.de, holidaycheck.de, hotelcheck.de, hotelkritiken.de, klinikbewertungen.de

 

Dies stellt keine Empfehlung dar. Es gibt darüber hinaus weitere Anbieter.

Allgemeine Informationen

Mit besten Empfehlungen

Der Mensch hört in wichtigen Angelegenheiten gern auf Empfehlungen und stellt Vergleiche an: Welcher Arzt hat für seine Patienten ein offenes Ohr? Wo muss ich ewig warten? Arbeitet der Maler fleißig oder wellt sich die Tapete? Und: Wo gibt es diese Woche Rinderhack im Angebot?

Früher mussten Verbraucher umständlich mehrere Werbeprospekte oder Kataloge wälzen und von Hand vergleichen, welches Produkt und welcher Preis am ehesten ihren Wünschen entsprechen. Beim Finden eines besonders vertrauenswürdigen Arztes, eines günstigen Handwerkers oder eines Restaurants verließen sich viele Menschen auf persönliche Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Das Internet vereinfacht Empfehlungsverfahren. Aber wie selten sonst im Internet mischen sich bei Bewertungsportalen ehrenwerte mit weniger ehrenwerten Motiven.


Auf spezialisierten Plattformen können Verbraucher mit wenigen Klicks herausfinden, was ein Produkt bei welchem Anbieter kostet, wer Dienstleistungen erbringt und was dafür zu zahlen ist. Dahinter stehen große Datenbanken, in denen Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen und Preisen, Qualität und Verfügbarkeit verzeichnet sind.
Um diese zu erstellen, gibt es zwei Wege: Entweder die Anbieter selbst tragen ihre Daten dort ein, oder die Daten werden über automatisierte Verfahren von den jeweiligen Anbietern ausgelesen. Auch Nutzerbewertungen und Kommentare werden in diesen Datenbanken abgespeichert, am Ende soll der Kunde dann ein möglichst zutreffendes Bild des jeweiligen Marktes erhalten und sich entsprechend entscheiden können. Die Anbieter unterscheiden sich in zwei Hauptkategorien: Preisvergleichs- und Bewertungsportale.

Preisvergleichsportale

Die Frage nach dem günstigsten Preis steht bei Preisvergleichsportalen im Mittelpunkt. Es gibt eine beachtliche Anzahl solcher Portale, bei denen die Verbraucher Produktpreise und Dienstleistungen einfach vergleichen können. Doch der Teufel steckt auch hier oft im Detail.


Der Nutzer möchte sich einen schnellen Überblick darüber verschaffen, was er für das Produkt letztendlich zahlen soll. Dafür muss neben dem Endpreis auch die Angabe aller zusätzlichen Kosten wie zum Beispiel Versandkosten aufgezeigt werden, und zwar auch auf der Preisvergleichswebseite und nicht erst auf der Webseite des Unternehmens. Gerade die Versandkosten weichen unter den verschiedenen Händlern stark voneinander ab, so dass der Preis bei dem gleichen Produkt große Unterschiede aufweisen kann. Manche Anbieter haben zwar günstige Produktpreise, berechnen dafür aber unverhältnismäßig hohe Versandkostenpauschalen. Auch der Zahlungsweg sollte beim Vergleich Berücksichtigung finden: Einige Anbieter verlangen für bestimmte Zahlungsarten wie Kreditkarte oder Nachnahme-Sendungen hohe Aufschläge. Der auf der Plattform genannte Anbieter, der auf den ersten Blick den niedrigsten Produktpreis angegeben hat, muss nach genauerer Prüfung also keineswegs der günstigste bleiben.

 

Ein Grundproblem der Preisvergleichsportale ist, dass sie nur solche Preise miteinander vergleichen helfen, die bei ihnen eingetragen sind. Oft lohnt es sich, zum Vergleich selbst noch einmal auf die Suche zu gehen. Was im Preisvergleichsportal günstig schien, ist so manches Mal für weniger Geld zu haben.

 

Selbst wenn das günstigste Angebot gefunden wurde, ist weiterhin Vorsicht geboten, denn dann ist immer noch nicht klar, ob der Händler auch seriös ist.

Bewertungsportale

Insbesondere bei Dienstleistungen erfreuen sich Bewertungsportale großer Beliebtheit. Hier können zum Beispiel die Qualität von Restaurants, Hotels, Handwerkern, Ärzten, Lehrern oder Professoren bewertet werden. Andere Anbieter haben sich auf die Qualität von Produkten spezialisiert.


Die Ausgestaltung dieser Seiten unterscheidet sich stark. Während manche der Anbieter vor allem auf schematische Bewertungen setzen, sind anderen ausformulierte Texte der Nutzer wichtiger.

 

Zwar ist es durch die Plattformbetreiber im Regelfall untersagt, aber immer wieder werden Fälle bekannt, in denen die Bewerteten oder die Firmen, deren Produkte bewertet werden sollen, selbst Hand angelegt haben beziehungsweise Dritte damit beauftragt haben, um sich oder ihrem Produkt ein besseres Image zu verschaffen.

 

Für Nutzer, die zu diesen Portalen selbst etwas beitragen wollen, gibt es klare Spielregeln. Nutzer dürfen nur Bewertungen abgeben, die wahr sind und im Zweifel auch nachgewiesen werden können. Wer Fotos von Produkten oder Orten veröffentlicht, sollte sicherstellen, dass er dies darf. Sollten Personen darauf mit abgebildet sein, gebieten Respekt und Gesetz das Einverständnis zur Veröffentlichung im Internet.

Checklisten und Links

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Das Wichtigste zu Bewertungen und Preisvergleichen. Kurz und knapp, schwarz auf weiß. Zum Herunterladen und Ausdrucken.

Was macht der vzbv?

Online-Umfrage zu Bewertungen im Internet

Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt hat eine Online-Umfrage zum Thema Bewertungen im Internet durchgeführt. 444 Teilnehmer haben unsere Fragen beantwortet. Klar ist, Bewertungen im Internet sind hilfreich für die Nutzer - nicht nur bei der Produktauswahl.


Die meisten Nutzer schauen sich Bewertungen von Produkten und Hotels im Internet an. Aber auch Restaurants - sowie Ärzte - und Klinikbewertungen sind für die Nutzer von Interesse. Immer mehr Verbraucher vertrauen beim Online-Shopping auf das Urteil anderer Nutzer: 332 Befragte finden Bewertungen hilfreich und 280 Befragte haben sogar selber schon einmal eine Bewertung abgeben. Für 88 Prozent der Befragten nehmen die Bewertungen sogar Einfluss auf ihre Kaufentscheidung beziehungsweise die Auswahl des Hotels, Arztes etc. Auch von gefälschten Bewertungen haben 92 Prozent schon einmal etwas gehört.

Der Film zu Bewertungen im Internet

Wir haben auch einen Kurzfilm zum Thema Bewertungen im Internet erstellen lassen.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen Ihr Surfer-Team.

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Online-Umfrage zum Meldegesetz

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Testen Sie die Leistung Ihres Breitband-Internetanschlusses und teilen es der Bundesnetzagentur mit. Sie helfen so mit, mehr Transparenz in Bezug auf die Qualität von Internetzugängen in Deutschland zu erreichen.

Bewertungsportale im Internet

Urheber: Claus Worenski

Internetalltag im Film

Urheber: Claus Worenski

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Das schwarze Schaf

Sie denken, dass ein Anbieter sich nicht an die Regeln hält? Hier können Sie uns darauf hinweisen.
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