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Stand: 07.12.2012
Auch beim Onlineshopping gibt es viel zu beachten
Online-Shopping

Onlineshops

Online-Shopping erfreut sich wachsender Beliebtheit. Denn Einkaufen wird im Internet zum Kinderspiel. Mit wenigen Klicks kann man Waren in den virtuellen Warenkorb legen. An der Kasse noch schnell persönliche Daten und Zahlungsweg angeben und fertig ist die Bestellung. Auch virtuelle Waren wie etwa Software, Filme oder Musik kann man online herunterladen. Das Surfer-Projekt gibt Tipps, wie man Waren auch an der virtuellen Kasse umtauschen kann und worauf man bei AGBs, Rechtschutz und Datensicherheit achten sollte - damit das Online-Shopping nicht zum Reinfall wird.

Informationen zu Diensten und Anbietern

Probleme und Handlungsempfehlungen

Der Warenkorb-Check

Wissen was im Warenkorb liegt

Bevor man einen Online-Kauf abschließt, gilt es einen genauen Blick in den Warenkorb zu werfen. Versehentliche Doppelbestellungen durch ungewollte Klicks und zu hohe Versandkosten können so leicht vermieden werden. Da man die Waren nicht mit eigenen Augen betrachten und anfassen kann, sollte die Produktbeschreibung sorgfältig studiert werden. Handelt es sich um die richtige Größe und das richtige Produkt oder steht hier lediglich die Originalverpackung oder ein Miniaturmodell zum Verkauf? So können böse Überraschungen vermieden werden.

AGBs aufmerksam lesen

Ein Blick in die AGBs

In jedem Fall lohnt sich ein Blick in die AGBs des Online-Shops. Schließlich erfährt man hier, ob die Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen und ob ein Umtausch möglich ist.

Händler sind dazu verpflichtet, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gut lesbar und übersichtlich zu gestalten. Der Verbraucher sollte die AGBs mühelos einsehen und abspeichern können. Nur dann sind die AGBs vom juristischen Gesichtspunkt aus gültig.

Der Sitz des Anbieters entscheidet über Rechtslage

Sitz des Anbieters

Der Sitz des Anbieters entscheidet darüber, welche Rechtsvorschriften für die Kaufabwicklung angewendet werden können. Innerhalb der Europäischen Union ist der Verbraucher durch die Anwendung der deutschen Fernabsatzvorschriften und das weitgehend vereinheitlichte Gewährleistungs- und Widerrufsrecht geschützt. Bei Rechtsstreitigkeiten wird das zuständige Gericht meist anhand des Wohnsitzes des Käufers ermittelt. Doch die Durchsetzung der Rechtsvorschriften über Landesgrenzen hinweg kann sich manchmal als langwieriges Projekt erweisen.


Hat der Verkäufer einen Sitz außerhalb der EU, ist besondere Vorsicht geboten. Im ungünstigsten Fall findet hier weder das deutsche Recht Anwendung, noch kann der Verbraucher in Deutschland klagen. Bei großen Investitionen empfehlen wir daher, sich vorab über die Rechtslage zu informieren.

 

Generell gilt: Ein seriöser Anbieter bietet Kunden Informationen über den Sitz des Unternehmens und eine Kontaktmöglichkeit über Telefon und E-Mail. Fehlen derartige Angaben, ist Vorsicht geboten.

Ist der Anbieter vertrauenswürdig?

Vertrauenswürdigkeit

Für die Kaufabwicklung werden oft zahlreiche persönliche Daten wie etwa Name, Anschrift, Bankverbindung oder gar Kreditkartennummer abgefragt. Diese Daten sind sowohl für Privatwirtschaft als auch für Kriminelle von großem Interesse. Wenn man sich unsicher ist, ob sich hinter dem Online-Shop ein seriöser Anbieter verbirgt, empfiehlt es sich auf Rechnung zu zahlen.


Über die Handelsregistersuche online kann der Verbraucher herausfinden, ob das Unternehmen tatsächlich in Deutschland angemeldet ist. Wenn das Impressum unvollständig ist oder direkte Kontaktmöglichkeiten fehlen, sollte man misstrauisch werden.
Sparsam mit den eigenen Daten umgehen

Mit Daten geizen

In den AGBs wird festgelegt, ob die persönlichen Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen. Oft kann der Kunde durch ein Opt-Out der Zweckentfremdung oder Weitergabe seiner Daten widersprechen. Generell gilt die Faustregel der Datensparsamkeit: Verbraucher sollten nur die Daten angeben, die für die Kaufabwicklung unbedingt notwendig sind. Nicht notwendig sind beispielsweise Angaben über Hobbys oder Einkommen.

Datenschutz ist auch Datensicherheit

Datensicherheit

Ein wichtiger Aspekt des Datenschutzes ist die Datensicherheit. Für die Abwicklung von Online-Geschäften sollte daher ein möglichst sicherer PC genutzt werden, der über ausreichenden Virenschutz und eine Firewall verfügt und bei dem regelmäßig Updates vorgenommen werden. Sonst können die Zahlungsdaten womöglich durch Schadprogramme abgegriffen und unbemerkt an Dritte weitergeleitet werden.


Wenn sensible Daten wie etwa Konto- oder Kreditkarteninformationen online weitergegeben werden, sollte dies nach Möglichkeit über eine verschlüsselte Verbindung stattfinden. Mit einem https:// statt http:// in der Adressleiste des Browsers kann man ganz einfach nachschauen, ob der Anbieter Verschlüsselung anbietet. Seriöse Online-Shops sollten standardmäßig diesen Service für die sensiblen Schritte der Kaufabwicklung anbieten.

 

Bei vielen Shops können Kunden ein Profil mit Nutzername und Passwort erstellen. Das Passwort sollte daher gut gewählt und möglichst sicher sein. Wie man ein sicheres Passwort wählt, erklärt das Projekt Verbraucher sicher Online anhand einer Checkliste.

Rabattgutscheine und Rabattportale im Internet

Rabattgutscheine im Internet

Immer mehr Anbieter locken Kunden mit Rabattaktionen und Gutscheinen für ihre Online-Shops. Auf speziellen Rabatt-Plattformen wie etwa DailyDeal, QypeDeals und Groupon können Verbraucher gezielt nach Gutscheinen für allerhand Produkte suchen. Leider erweisen sich einige der Aktionen schnell als Fangangebote. Insbesondere Angebote, die fast zu gut klingen um wahr zu sein, sollten intensiv studiert werden. Denn Rabattangaben, Laufzeit der Aktion, Mindestbestellwert und weitere Rahmenbedingungen können manches Angebot zur Enttäuschung werden lassen.


So weit nicht anders angegeben gilt auch bei eingelösten Gutscheinen und Rabattaktionen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt - soweit der Verbraucher ordentlich in den AGBs über sein Recht informiert worden ist. Gleiches gilt für gekaufte Gutscheine, die bei Gutscheinportalen erworben wurden. Erweist sich der Gutschein als Luftnummer, kann man ihn also getrost zurückgeben.
Rechtslage: Widerruf beim Online-Shopping

Widerruf nicht immer möglich

Bei digitalen Waren wie Software oder MP3s gibt es bislang kein Widerrufs- oder Rückgaberecht. Insbesondere bei digitalen Produkten sollte der Kauf daher wohlüberlegt sein.

 

Bei fast allen anderen online abgeschlossenen Kaufverträgen hat der Verbraucher ein Widerrufsrecht innerhalb eines Zeitraums von bis zu zwei Wochen nach Erhalt der Ware. Verbraucher sollten ihren Widerruf unbedingt schriftlich und am besten per Einschreiben an den Verkäufer senden.


Auch die Rücksendung des Artikels stellt einen Widerruf dar. Liegt der Bestellwert unter 40 Euro, muss der Verbraucher jedoch oft die Versandkosten tragen. Einige Online-Shops bieten ihren Kunden einen versandkostenfreien Umtausch- und Rückgabeservice. Es lohnt sich daher, einen genauen Blick auf die AGBs zu werfen.

 

Einige Waren werden gezielt vom Widerrufsrecht ausgeschlossen. Darunter fallen oft individuell angefertigte oder verderbliche Produkte sowie Güter, die nicht zurückgesandt werden können wie z.B. Arzneimittel, entsiegelte Software, CDS, DVDs und Videos. Der Händler muss den Nutzer darauf hinweisen, dass der Widerruf ausgeschlossen ist. Auch hier gilt es also, einen genauen Blick in die AGBs zu werfen. 

Allgemeine Informationen

Es gibt mittlerweile fast nichts, was man nicht auch online bestellen könnte. Onlineshops bieten auf ihren Internetseiten Produkte zum Kauf an. Nutzer können sich von zu Hause aus durch Angebote klicken und den digitalen Warenkorb befüllen. Der Elektronische Handel führt in einigen Aspekten zu einer höheren Transparenz für den Verbraucher. Beispielsweise kann man durch das Internet viel schneller Preise vergleichen und günstig einkaufen, unabhängig vom eigenen geographischen Standort. Doch auch beim Online-Handel tummeln sich schwarze Schafe.

Checklisten und Links

Icon Portable Document Format
Das Wichtigste zu Onlineshops. Kurz und knapp, schwarz auf weiß. Zum Herunterladen und Ausdrucken.
Sicherer Einkaufen im Internet - Die wichtigsten Tipps
Flyer- Sicherer Einkaufen im Internet - Die wichtigsten Tipps vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Checkliste Buttonlösung
Die wichtigsten Neuregelungen zum Schutz vor Kostenfallen auf einen Blick. Schwarz auf weiß. Zum Herunterladen und Ausdrucken.
Broschüre von irights und Klicksafe zum Kauf digitaler Inhalte
Die Broschüre "E-Books, Filme und Software: Was darf man mit Dateien aus Online-Shops machen?" von irights.info und Klicksafe gibt einen guten Überblick, worauf man beim Kauf von digitalen Inhalten achten muss.

Was macht der vzbv?

Endlich Schutz vor Kostenfallen

Endlich Schutz vor Kostenfallen

Der vzbv kämpft schon lange gegen so genannte Kostenfallen im Internet. Immer wieder locken unseriöse Unternehmen Verbraucher mit angeblich kostenlosen Angeboten, hinter denen sich aber kostenpflichtige Abofallen verstecken. Der Verbraucher erfährt meist erst durch Rechnungen und Mahnungen von dem kostenpflichtigen Vertrag und zahlt das vermeintliche Abo aufgrund des enormen Drucks, der von den Anbietern aufgebaut wird.

Der vzbv hat bisher erfolgreich zahlreiche Verfahren gegen Betreiber von Kostenfallen geführt. Darüber hinaus hat der vzbv sich intensiv für die Einführung einer Buttonlösung eingesetzt. Ab 01.08.2012 müssen Shopbetreiber nun sicher stellen, dass die wesentlichen Angaben zur Ware, Preis, Liefer- und Versandkosten sowie Laufzeit des Vertrags unmittelbar vor Absendung der Bestellung in deutlich hervorgehobener Art und Weise erfolgen. Erfolgt die Absendung der Bestellung darüber hinaus über einen Bestellbutton, so muss dieser auf die Kostenpflicht hinweisen, zum Beispiel mit der Beschriftung „zahlungspflichtig bestellen“ oder „kaufen“. Bei der Kontrolle der wichtigsten Neuregelungen kann Ihnen auch unsere Checkliste helfen.  

vzbv setzt Verbraucherrechte gegen Online-Anbieter durch

vzbv setzt Verbraucherrechte gegen Online-Anbieter durch

Online-Shops zum Download von Musik, Spielen und e-Books verwenden oft kundenfeindliche Geschäftsbedingungen. Über 30 solcher Klauseln hat der vzbv im Rahmen des „Internet Sweep“ der Europäischen Union (EU) aus dem Verkehr gezogen. Am EU-weiten Aktionstag im Juni 2012 hatte der vzbv zehn Internetseiten überprüft. Sechs davon enthielten zum Teil massive Verstöße gegen Verbraucherschutzrechte. Alle betroffenen Unternehmen haben inzwischen ganz oder zu einem erheblichen Teil Unterlassungserklärungen abgegeben und ihre Bedingungen nachgebessert.

Technische Hinweise

Hinweise zur technischen Sicherheit von Shops im Internet bietet unser Partnerprojekt

Aktuelles

16.01.2014

Alltag im Netz: Unmittelbare Kaufaufforderungen gegenüber Kindern

„Hol' sie Dir“, „Jetzt zugreifen“ oder „Nicht verpassen! Ab 15.04. am Kiosk“ – so werden Kinder immer wieder im Fernsehen, in Zeitschriften oder im Internet angesprochen. Das Taschengeld wird nämlich längst nicht nur im Realleben für Comics und Süßigkeiten eingesetzt. Auch Online-Käufe im Rahmen von Spielen im Internet oder in Apps lassen sich per SMS oder Anruf realisieren – kinderleicht, auch für die Allerjüngsten. Dürfen Anbieter Kinder zum Kauf auffordern? Ist das immer eine wettbewerbswidrige Handlung? Welche Beurteilungskriterien werden für die rechtliche Einordnung herangezogen? Wir bringen Licht in den Rechte-Dschungel.
26.09.2013

Update: Online shoppen und Barzahlen – wie passt das zusammen?

Online shoppen ohne Kreditkarte, Vorauskasse oder Lastschrift? Keine Preisgabe von sonstigen Zahlungsdaten? Der Dienst „Barzahlen“ macht´s möglich. Wir haben die neue Bezahlmöglichkeit näher unter die Lupe genommen und erklären die Vor-und Nachteile.
29.05.2013

Praxischeck: Löschen von Online-Profilen noch immer viel zu kompliziert

Die Digitalisierung beeinflusst immer mehr das gesamte Leben der Nutzer. Eltern basteln keine Fotoalben mehr für Ihre Kinder, sondern legen Onlineprofile an. Bildergalerien werden auf Flickr und die Urlaubsvideos auf YouTube eingestellt. Das Internet sorgt dafür, dass nichts und niemand so schnell vergessen wird. Ein Kundenkonto für solche Portale zu erstellen ist leicht, aber seine Daten zu löschen ist manchmal unmöglich, wie eine Untersuchung des Projekts „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ zeigt.
27.11.2012

Warum uns eBooks nicht gehören (sollen)

Wir gehen in einen Buchladen und kaufen den neuen Roman von Arne Dahl. Wir lesen ihn, leihen ihn unseren Freunden aus und beim nächsten Umzug verkaufen wir ihn auf dem Flohmarkt, um endlich wieder Platz im Regal zu haben. Das alles ist zurzeit bei den meisten eBooks nicht möglich. Nutzer fragen Warum? – völlig zu Recht!
26.11.2012

Selbstverpflichtung der Online-Werbewirtschaft: Tatsächlicher Schutz vor Tracking?

Eine neue Selbstregulierungsinitiative der deutschen Online-Werbewirtschaft soll Nutzer effektiv vor „Verfolgung“ im Netz schützen, wenn diese das wollen. Dazu wurde extra der Deutsche Datenschutzrat Online-Werbung (DDOW) gegründet. Kann der halten, was er verspricht?
Online-Umfrage

Online-Umfrage zu Datenschutzerklärungen

Würden Sie Datenschutzerklärungen lesen, wenn diese verständlich und übersichtlich wären? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich 2 Minuten Ihrer Zeit zur Beantwortung unserer 3 Fragen nehmen würden.

Danke, Ihr Surfer-haben-Rechte-Team

Bewertungsportale im Internet

Urheber: Claus Worenski

Internetalltag im Film

Urheber: Claus Worenski

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Das schwarze Schaf

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