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Stand: 03.12.2009
Partnerbörsen
Partnerbörsen

Partnerbörsen

Den Partner fürs Leben finden? Das klappt wohl auch im Internet. Wer weder Zeit noch Muße hat, das andere oder gleiche Geschlecht abends in der Disko anzusprechen oder schlichtweg zu schüchtern ist, der kann am Computer nach seinem Herzblatt suchen. Partnerbörsen können dabei eine Hilfe sein. Sie funktionieren oft ähnlich wie die Partneragenturen, die ihre Anzeigen noch altmodisch in Zeitungen abdrucken. Und ebenso wie dort wird in so manchem Inserat aus der grauen Maus schnell mal ein heißer Feger.

Probleme und Handlungsempfehlungen

Icon Datenschutz

Ihr erster neuer Partner: Werbung

Die Suche nach dem geeigneten Partner lebt davon, dass die Teilnehmer einiges von sich preisgeben. Schließlich sollen potenzielle Interessenten wissen, mit wem sie es zu tun haben. Name, Alter, Größe, Haarfarbe und Hobbys können durchaus relevant sein. Allerdings auch für die Plattformbetreiber, die sich häufig unter anderem über das Schalten von Werbung finanzieren. Je mehr Informationen sie über ihre Teilnehmer haben, umso passgenauer kann geworben werden.

Einige Anbieter behalten sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eine sehr weitreichende Weitergabe der Mitgliederdaten vor – zum Beispiel an andere Unternehmen zu Werbezwecken. Manche AGB sehen sogar vor, dass der Nutzer seine Einwilligung zur Telefonwerbung erteilt. Teilnehmer sollten die AGB daher unbedingt lesen und sich im Zweifel für einen anderen Anbieter entscheiden.

Vertragsrecht und Allgemeine Geschäftsbedingungen

Wer mitmacht, zahlt!

Sobald es wirklich interessant wird, entstehen Kosten. Andere Leute kann der Teilnehmer oft erst kennenlernen, wenn er dafür zahlt. Viel zu oft ist das dem Nutzer der Plattform gar nicht klar. Untergejubelte Jahresmitgliedschaften für hunderte Euros sind bei Partnerbörsen keine Seltenheit. Am besten immer daran denken: Einfach mal kostenlos mitmachen und Leute kennenlernen, funktioniert oft nicht.Zahlen muss der Nutzer übrigens auch, wenn er keinen passenden Partner findet. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.

Vertragsrecht und Allgemeine Geschäftsbedingungen

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Entschließt sich der Nutzer zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft, sollte er die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorher aufmerksam lesen, auch wenn diese lang und umständlich formuliert sind. Wichtig sind hierbei auch die Kündigungsfristen, falls sich der Nutzer – zumindest was die Partnerbörse betrifft – nicht ewig binden möchte.

Vertragsrecht und Allgemeine Geschäftsbedingungen

Änderungen wider Willen

Manche Partnerbörsen legen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fest, dass sie diese im Nachhinein einseitig ändern dürfen. Die Klauseln sind oft so weitreichend gefasst, dass auch der ganze Vertrag einseitig durch die Partnerbörse veränderbar wäre. Das ist so nicht zulässig. Dem Teilnehmer werden oft auch viel zu kurze Fristen eingeräumt, um auf die möglichen Änderungen zu reagieren. Auch hier gilt: Die AGB genau lesen und im Zweifel bei einem anderen Anbieter mitmachen.

Anbieter

Exemplarisch führen wir hier die Namen einiger Anbieter derartiger Dienste auf:

 

ElitePartner.de, neu.de, Parship.de, be2, LovePoint, eDarling, partner.de, Dating Café, gay2gether

 

Dies stellt keine Empfehlung dar. Es gibt darüber hinaus weitere Anbieter.

Allgemeine Informationen

Der Klick zum Glück

Mehrere Millionen Deutsche suchen über das Internet einen Partner – eine willkommene Alternative für jene, die beruflich stark eingebunden sind, für Schüchterne und solche, die selbst Regie führen wollen beim Suchen und Finden der großen Liebe.


Der Internetnutzer stellt Foto, Selbstbeschreibung und ausgefülltem Fragebogen ins Netz, wobei er bei den meisten Partnerbörsen für die Teilnahme zahlen muss. Mit etwas Glück gibt es schon bald die ersten Interessenten. Mit denen kann man chatten, per E-Mail kommunizieren und bei gegenseitigem Gefallen ein Treffen vereinbaren. Alles denkbar einfach. Bei einigen Partnerbörsen füllen die Teilnehmer ausgeklügelte Fragebögen aus, die laut Anbieter aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, etwa aus der Paarpsychologie, erstellt wurden. Anhand des Bogens werden dann Partner vorgeschlagen, die sich optimal ergänzen sollen. Das spart Zeit bei der Suche nach dem ewigen Glück.

So finanzieren sich Anbieter

Schwierig wird es, wenn sich der Teilnehmer im rechtlichen Konflikt mit der Partnerbörse befindet, etwa weil er ungewollt in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft geschlittert ist.


Die Partnerbörsen finanzieren sich vor allem über die Beträge, die die Nutzer zahlen, außerdem über die Werbung, die auf den Plattformen geschaltet wird. Um diese möglichst maßgeschneidert zu gestalten, sammeln die Partnerbörsen Informationen über die Mitglieder: Dem älteren Herrn (Rechtsanwalt, Golfer, Weinliebhaber) wird andere Werbung vorgesetzt als der Studentin, die gern reist und einen Hund besitzt. Der Online-Liebesmarkt gehört mit zu den umsatzstärksten Internetbranchen. Hier lässt sich also enorm viel Geld verdienen. Das sollte auch dem Nutzer klar sein. Er bezahlt hier nicht nur mir Geld, sondern oft auch mit seinen Daten.

Was macht der vzbv?

Logo Verbraucherzentrale Bundesverband
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Herbst 2009 sieben Partnerbörsen (ElitePartner.de, neu.de, Friendscout, be2, eDarling, partner.de, ILove.de) wegen verbraucherfeindlicher Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen abgemahnt und zur Änderung aufgefordert. Die Verfahren sind derzeit noch nicht alle abgeschlossen.

Internetalltag im Film

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Das schwarze Schaf

Sie denken, dass ein Anbieter sich nicht an die Regeln hält? Hier können Sie uns darauf hinweisen.

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