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Onlineshops und Downloadportale
Checkliste
Probleme und Handlungsempfehlungen
Widerruf nicht immer möglich
Beim Herunterladen von Dateien gibt es bislang keine Widerrufs- und Rückgabemöglichkeit. Das bedeutet, dass sich der Internetnutzer genau überlegen sollte, ob er die angebotene Musik, die Software oder den Film wirklich kaufen möchte. Ist er unzufrieden, bleibt er auf seinem Download sitzen.
Bei fast allen anderen Waren hat der Käufer das Recht, den Vertrag zu widerrufen, und zwar innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Ware. Ein Widerruf muss in Textform oder durch die alleinige Rücksendung des Artikels erfolgen. Das Ganze ist nicht immer kostenfrei: Wenn der Bestellwert bis zu 40 Euro beträgt, muss oft der Käufer die Kosten für die Rücksendung tragen!
Der Widerruf kann vom Händler bei manchen Waren ausgeschlossen werden: bei individuell angefertigten und verderblichen Produkten und bei Gütern, die nicht zurückgesandt werden können – zum Beispiel bestelltes und bereits in den Tank eingefülltes Heizöl, Arzneimittel, entsiegelte Software, CDS, DVDs und Videos. Der Händler muss den Nutzer darauf hinweisen, dass der Widerruf ausgeschlossen ist.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) müssen mühelos lesbar, übersichtlich, einfach abzurufen und speicherbar sein. Anderenfalls werden sie nicht wirksam in den Vertrag miteinbezogen. Der Käufer muss sie dann nicht gegen sich gelten lassen. Weist der Händler auf seine AGB hin, sollte der Internetnutzer diese auch wirklich lesen – auch wenn sie lang und umständlich formuliert sind!
Sitz des Anbieters
Wer im Internet etwas bestellt, sollte prüfen, wo der Anbieter sitzt. Kauft ein Verbraucher bei einem Händler, der seinen Sitz innerhalb eines Landes der Europäischen Union hat, so gelten grundsätzlich auch hier die weitgehenden kaufrechtlichen Schutzmechanismen der deutschen Fernabsatzvorschriften wie das Gewährleistungs- und Widerrufsrecht. Geht es bei Problemen zwischen Käufer und Verkäufer aber um die Durchsetzung dieser Rechte, steht der Käufer oft vor Schwierigkeiten: Mal eben beim Händler in Frankreich oder Spanien vorbeifahren und auf den Tisch hauen, lässt sich nur schwer umsetzen, unabhängig davon, dass sich im Falle einer streitigen Auseinandersetzung die örtliche Gerichtzuständigkeit in der Regel nach dem Wohnsitz des Verbrauchers richtet. Besondere Vorsicht ist aber bei Händlern außerhalb Europas geboten. Im ungünstigsten Fall findet hier weder das deutsche Recht Anwendung, noch kann der Verbraucher in Deutschland klagen.
Vertrauenswürdigkeit
Geht der Nutzer im Internet shoppen gehen, muss er auch bezahlen. Hierfür sind oft Konto- oder Kreditkartendaten nötig, die nicht in die falschen Hände gelangen sollten. Zahlen Sie am besten auf Rechnung. Auch hübsch aussehende Webseiten können von Kriminellen gemacht werden. Sollten Sie Zweifel haben, seien Sie besser vorsichtig – ob eine Firma wirklich existiert, lässt sich zum Beispiel mit einem Anruf herausfinden. Bei Anbietern, die als GmbH oder OHG firmieren, kann ein Blick in die Handelsregistersuche online weiterhelfen.
Mit Daten geizen
Einige Anbieter fragen nach persönlichen Informationen, die mit der Abwicklung des Kaufvertrages nichts zu tun haben – zum Beispiel nach Hobbys und Einkommen. Der Nutzer sollte genau hinschauen, ob alle geforderten Daten wirklich notwendig sind und nur so wenig wie möglich preisgeben.
Oft finden sich in Onlineshops und Downloadportalen Werbeklauseln: Daten nicht für „Werbe- und Marketingzwecke“ freigeben, wenn keine Werbung erwünscht ist. Keine unverschlüsselten Bestellformulare nutzen: die Daten können sonst auf ihrem „Weg“ über die Datenleitungen zum Anbieter mitgelesen werden.
Anbieterliste
Amazon.de, libri.de, maxdome.de, itunes.com, musicload.de
Dies stellt keine Empfehlung dar. Es gibt darüber hinaus weitere Anbieter.
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