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Suchmaschinen
Probleme und Handlungsempfehlungen
Cookies und Datennutzung
Viele Suchmaschinen hinterlegen auf dem Rechner eines Benutzers ein sogenanntes Cookie. Dies ist eine kleine Datei, die der Wiedererkennung dient. Möchte man dies nicht, lässt sich das Akzeptieren von Cookies in den Einstellungen der Browser (z. B. Internet Explorer, Firefox, Opera, Safari, Chrome) stufenweise unterbinden. Werden an anderer Stelle zur Nutzung einer Funktion doch Cookies benötigt, kann man diese einzeln erlauben. Hierbei erscheint in der Regel eine Meldung durch den Browser.
Sucheingaben können gleich mehrfach ausgewertet werden. So können sie mit Nutzerdaten verknüpft werden, für die Reihenfolge der Darstellung der Suchergebnisse genutzt und (Werbe-)Anzeigen passend zum Suchergebnis geschaltet werden. Bei einigen Anbietern kann sich der Nutzer registrieren. Der Vorteil sind die auf den Nutzer zugeschnittenen Ergebnisse. Der Nachteil ist, dass er noch eindeutiger zu identifizieren ist.
Vorsicht, Datenkraken!
Viele Suchmaschinenbetreiber sind dabei nicht nur auf dem Feld der Suchmaschinen aktiv. Sie betreiben Soziale Netzwerke, Bilder-, E-Mail- und Nachrichtendienste, Videoangebote und vieles mehr. Außerdem vermieten einige Suchmaschinenanbieter Dienstleistungen für andere Webseiten. Das sind unter anderem Dienste für Werbebanner-Einblendungen, aber auch Besucherstatistikprogramme und lokale Suchmaschinen für Webseitenbetreiber. Immer wenn solche Dienste eingebunden werden, gehen gleichzeitig auch Daten über den Nutzer an die Betreiber dieser Dienste, ohne dass der Benutzer davon etwas bemerkt. Hier können spezielle Helferprogramme für Webbrowser ein Stück weit Schutz bieten.
Anbieterliste
Google, Yahoo, Bing, Ask, Yasni, 123people, Romso, MetaGer2, Ixquick
Dies stellt keine Empfehlung dar. Es gibt darüber hinaus weitere Anbieter.
Allgemeine Informationen
So funktionieren Suchmaschinen
Suchmaschinen sind wie Landkarten für das Internet: Sie liefern Adressen und Links, die mit dem eingegebenen Suchbegriff im Zusammenhang stehen. Der Nutzer findet die für ihn interessanten Orte und den Weg dorthin.
Um die Suchergebnisse bereitstellen zu können, schicken Suchmaschinenbetreiber kleine Programme auf die Reise. Diese surfen rund um die Uhr vollautomatisch durch das Netz und analysieren die Inhalte von Websites. Nach speziellen Kriterien, die sich von Suchmaschine zu Suchmaschine unterscheiden, werden die Inhalte dann in eine Reihenfolge gebracht. So spielen die Anzahl der Verweise von anderen Seiten, die Häufigkeit der Aktualisierung der Seite und die technische Wichtigkeit des Suchbegriffs (zum Beispiel, ob es sich um eine Überschrift, normalen Text oder kleinere Schrift handelt) eine Rolle für das von der Suchmaschine zurückgegebene Ergebnis. Ist der gesuchte Begriff eine Überschrift, wird er für die Ergebnisliste relevanter, als wenn er im normalen Text steht. Heutzutage beschäftigt sich eine gesamte Branche mit der so genannten Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), der besseren Auffindbarkeit und Platzierung der Webseiten bei den Suchergebnissen. Ziel ist es stets, möglichst weit oben auf den Ergebnislisten zu erscheinen.
Diese Verzeichnisse, die so genannten Indizes, richten sich dabei aber nicht nur nach den Ergebnissen der Analyse. Einige der Suchmaschinebetreiber analysieren darüber hinaus auch die Klicks ihrer Nutzer. Wenn bei der Suche nach einem bestimmten Begriff nicht die ersten, sondern die späteren Suchergebnisse angeklickt werden, „merkt“ sich die Maschine das. Verhalten sich viele Nutzer so, werden die Ergebnisse automatisch in eine andere Reihenfolge gebracht, das heißt beliebtere Suchergebnisse wandern in der Trefferliste weiter nach oben.
So finanzieren sich Anbieter
Auf den ersten Blick sind die meisten Suchmaschinen kostenlos für den Benutzer. Sie finanzieren sich über Werbung.
Die bekannteste Suchmaschine Google tut dies über so genannte kontextabhängige (auch „kontextsensitiv“ genannte) Anzeigen. Hier werden die Sucheingaben durch den Anbieter ausgewertet und zur Suchanfrage passende Anzeigen auf der Ergebnisseite dargestellt. Sucht der Nutzer also „Kontaktlinsen“, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit Werbung für Brillen, Kontaktlinsen oder ähnliches erhalten. Nicht immer und bei allen Anbietern ist dabei sichergestellt, dass sofort klar wird, was Suchergebnis und was Anzeige ist. Signalworte sind hier etwa „gesponserte Links“. Dies sind gekaufte Anzeigenplätze und keine echten Suchergebnisse. Auch grafisch besonders dargestellte Ergebnisse sind häufig keine echten Suchtreffer.

Das versteckte Netz
Die meisten bekannten Suchmaschinen durchsuchen nur einen kleinen Teil des Internets. Experten sprechen von circa einem Prozent der Gesamtmenge der tatsächlich im Internet vorhandenen Daten. Das liegt daran, dass diese Dienste nur den frei sichtbaren Bereich durchsuchen. Doch viel mehr Informationen sind vorhanden, werden nur nicht dargestellt.
So geben Nutzer zum Beispiel bei einer Webseite ihren realen Namen und bei einer anderen ein Pseudonym an. Spezialisierte Suchmaschinen sind auch in der Lage, normalerweise nicht auf der Webseite sichtbare Informationen zu erfassen. In unserem Beispiel verwendet der Nutzer zwar unterschiedliche Namen. Wenn er jedoch die gleiche E-Mailadresse angibt, kann es sein, dass Suchmaschinen mithilfe dieser abgleichen können, wo der Nutzer überall registriert ist. Der auch „Deep Web“ oder „Hidden Web“ genannte Bereich umfasst wesentlich weitergehende Informationen, als der erste Blick glauben lässt. Einige Suchmaschinen sind darauf spezialisiert, Informationen zu sammeln, die im Bereich zwischen „frei zugänglich“ und „versteckt“ vorhanden sind: viele Inhalte sind zwar nicht direkt offen zugänglich. Doch über Wege, die eigentlich für Programmierer gedacht sind, kann darauf zugegriffen werden.
Zum Beispiel „Personensuchmaschinen“ nutzen diese Zugänge, um gezielt Personennamen zum Beispiel in Sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook, bei allgemeinen Suchmaschinen, Bilderdiensten oder Wunschlisten wie bei Amazon abzufragen und die Ergebnisse sichtbar zu machen. Vielen Benutzern dieser Dienste ist nicht klar, dass dort hinterlegte Informationen über solche Suchmaschinen leicht auffindbar sind. Grundsätzlich gilt: Was im Internet steht, ist öffentlich. Auch auf einer passwortgeschützten Seite eingetragene Daten sind auf diesem Weg oft auffindbar.
Was macht der vzbv?
So ging der vzbv zuletzt gegen den Suchmaschinenanbieter Google vor: das Landgericht Hamburg (Urteil noch nicht rechtskräftig) verurteilte die Firma im Juli 2009, beanstandete AGB- und Datenschutzbestimmungsklauseln nicht mehr zu verwenden. Mehr dazu in unserer Meldung.