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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

20 Fragen zum Digitalen Nachlass

20 Fragen zum Digitalen Nachlass
Ein Blogstöckchen

20 Fragen, 20 Antworten und am Ende steht die Nominierung des Nächsten Interviewpartners: Jörg Eisfeld-Reschke vom Institut für Kommunikation in Sozialen Medien hat uns ein solches Blogstöckchen zum digitalen Nachlass zugeworfen und unsere Expertin Michaela Schröder hat es gerne aufgefangen. Wie auch unsere Kampagne #machtsgut, soll dieses Blogstöckchen für den digitalen Nachlass sensibilisieren. Im Folgenden beantwortet Michaela deshalb ganz persönlich die Fragen rund um Tod und Trauer im Netz.

1. Hast Du schon mal auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken öffentlich den Tod von Prominenten betrauert? In welcher Weise?

Nein, ich habe noch nie einen #RIP Tweet versendet. Vielmehr habe ich im Freundeskreis beispielsweise über den plötzlichen Tod von Frank Schirrmacher gesprochen, aber öffentlich diesen Verlust bekunden wollte ich nie.

2. Hast Du schon mal auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken den Tod von Freunden, Haustieren oder Familienmitgliedern betrauert? In welcher Weise?

Nein, auch hier habe ich das immer auf das persönliche Umfeld beschränkt.

3. Wann warst Du das letzte Mal auf einem Friedhof?

Vor circa einem Jahr.

4. Wann hast Du das letzte Mal ein Social Media-Profil einer verstorbenen Person aufgerufen?

Im Zuge der Kampagne #machtsgut habe ich mir im Oktober 2014 die Twitter-Profile von Frank Schirrmacher und Dirk Bach angesehen.

5. Sollten Beerdigungen/Trauerfeiern auf Video aufgezeichnet und bei Youtube hochgeladen werden? Warum (nicht)?

Ich bin mir nicht sicher, ob Hinterbliebene mit der Beerdigung im Nachhinein immer wieder konfrontiert werden sollten. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht förderlich für den Trauerprozess ist.

6. Wie viele Profile in sozialen Medien & Netzwerken existieren von Dir?

Aktiv nutze ich aktuell Twitter, Facebook und Xing.

7. Wie viele Fotos hast Du selbst im Netz veröffentlicht?

Ich selbst habe bisher nur wenige Fotos von mir veröffentlicht. Beruflich findet man jedoch mehrere Bilder von mir im Netz.

8. Wie viele Videos hast Du selbst im Netz veröffentlicht?

Videos habe ich noch nie selbst veröffentlicht. Aber auch hier findet man Videos von mir von Vorträgen etc., die die jeweiligen Organisatoren ins Netz gestellt haben.

9. Würden Deine Familie in Deinem digitalen Nachlass “Überraschungen” finden?

Nein, ich denke nicht.

10. Benutzt Du Apps oder Verknüpfungen, mit denen Du einige Deiner Tweets oder Facebook-Posts automatisch veröffentlicht werden?

Nein.

11. Nutzt Du einen Passwort-Manager?

Ja, ich finde das praktisch, besonders seitdem ich meinen digitalen Nachlass geregelt habe.

12. Wie viele Menschen wären (wenn sie wollten) in der Lage auf Dein E-Mailpostfach zuzugreifen?

Nur eine Person.

13. Würden andere Menschen im Fall der Fälle in der Lage Zugriff auf Deine Passwörter zu erhalten?

Ja, eine Person hat im Notfall Zugriff auf meine Passwörter.

14. Weiß Deine Familie, dass sie als Hinterbliebene ggf. rechtlich verantwortlich für Deine Online-Inhalte werden?

Ja, aus diesem Grund habe ich alle meine Passwörter hinterlegt und vermerkt, was mit meinen Online-Inhalten passieren soll.

15. Sollen alle von Dir im Netz verfassten Inhalte (Fotos, Texte, Videos…) verschwinden? Warum (nicht)?

Nein, nicht alles von mir soll verschwinden, aber meine Profile in Sozialen Netzwerken soll beispielsweise gelöscht werden.

16. Hast Du ein Testament verfasst?

Nein.

17. Hast Du Deinen digitalen Nachlass im Testament geregelt?

Nein, ich habe meinen digitalen Nachlass außerhalb eines Testaments geregelt.

18. Nutzt du einen Anbieter, um deinen digitalen Nachlass zu regeln? Warum (nicht)?

Nein. Ich bin sehr skeptisch einem Dienstleister, den ich nicht kenne, alle meine Passwörter anzuvertrauen, besonders vor dem Hintergrund des NSA-Skandals und den immer wiederkehrenden Datenskandalen.

19. Ist dieses Blogstöckchen der erste Anlass, Dir Gedanken um den Digitalen Nachlass zu machen?

Nein. Ich beschäftige mich mit diesem Thema bereits seit circa drei Jahren. Ich habe schon viele Vorträge zu diesem Thema gehalten und beispielsweise die Kampagne #machtsgut des vzbv betreut.

20. Wer sollte sich als nächstes Gedanken um den Digitalen Nachlass machen? (Bitte Personen markieren oder anderweitig informieren)

Als nächstes nominiere ich Philipp Otto und Thomas Schwenke.

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