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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Ein Haus im Nahfeld

Ein Haus im Nahfeld
Wie man NFC im Smart Home nutzen kann

Smart Home ist die Technik der Zukunft – soll es nach den Herstellern gehen. Alles im schönen neuen Zuhause muss automatisiert werden. Aber wie? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine davon: Die Nahfeldkommunikation oder Near Field Communication, kurz: NFC.

Wie funktioniert das?

NFC ist der kleine Bruder von RFID. Beides sind Funkstandards, die das drahtlose Übertragen von Informationen ermöglichen. Während es bei RFID immer einen Empfänger und einen Sender gibt, können bei NFC theoretisch auch beide Seiten senden, ähnlich wie bei WLAN oder Bluetooth. Das Besondere: Die Chips von NFC und RFID brauchen im Sender-Empfänger-Modus keinen eigenen Strom. Die Informationen auf dem Chip werden durch Induktion ausgelesen. Das ist der gleiche physikalische Effekt, der es ermöglicht, eine elektrische Zahnbürste ohne direkte Verbindung aufzuladen. Dadurch hängt die Übertragungsreichweit nicht vom Chip, sondern vom Lesegerät und dessen „Stärke“ ab – bei einem Handy oder üblichem anderen Lesegerät etwa sind das wenige Zentimeter.

Wofür kann ich NFC einsetzen?

NFC kann im automatisierten Heim als „Trigger“, also „Auslöser“, für bestimmte Aktionen eingesetzt werden. Bisherige Anwendungsmöglichkeiten bestehen etwa in NFC-Aufklebern, an die man das NFC-fähige Smartphone hält, um die Tür zu öffnen, eine Verbindung vom Handy zur Heimanlage aufbaut oder ähnliche Aktionen ausführt. Man muss sich den NFC-Aufkleber dabei als Schalter vorstellen, denn bei diesen Anwendungen ist selbst nichts auf dem Chip gespeichert. Er löst lediglich bestimmte, vorprogrammierte Ereignisse im Smartphone aus. Das, was passieren soll, muss dann in der Smartphone-App oder auf der Weboberfläche der Geräte programmiert werden.

NFC kann auch das sogenannte Pairing erleichtern, damit werden zwei Geräte untereinander verbunden, um Daten dann per Bluetooth auszutauschen. Das können zwei Smartphones sein, von denen man Dateien hin und her schieben will, oder die Bluetooth- bzw. WLAN-Lautsprecher, die die Musik vom Smartphone abspielen sollen. Da die eigentliche Übertragung dann über Bluetooth oder WLAN stattfindet, muss man sein Handy nicht die ganze Zeit über in dem nur wenige Zentimeter umfassenden NFC-Übertragungsbereich liegen lassen.

Gibt es andere Möglichkeiten?

Da die NFC-Aufkleber selbst zwar nicht besonders teuer sind und etwa einen Euro kosten, aber Smartphones mit NFC-Lesefunktion sich noch nicht flächendeckend durchgesetzt haben, bleiben die Einsatzmöglichkeiten derzeit noch spärlich und Zukunftsmusik – wie für so viele Smart Home Anwendungen, vom intelligenten Kühlschrank bis hin zur vernetzten Heizung. Und ob es wirklich so viel komfortabler ist, sein Handy gegen einen Aufkleber zu halten statt die entsprechende App von Hand zu starten?

Wofür kann ich NFC noch einsetzen oder finden?

NFC wird gerade vor allem bei neuen Möglichkeiten zum kontaktlosen Bezahlen getestet. Apples neue Uhr und das iPhone sollen dazu den Anfang machen, aber auch Kreditkartenunternehmen und Banken setzen auf die kontaktlose Bezahlfunktion. Sie heißen dann Paywave Paypass oder Girogo. Sicherheitsprobleme sind dabei natürlich vorprogrammiert - weshalb man sich vielleicht noch einmal überlegen sollte, sein Türschloss mit NFC auszurüsten.

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