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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Wenn Werbung nervt: Popups und Spam

Wenn Werbung nervt: Popups und Spam

Pop-Ups, Pop-Unders, Interstitials, Video-Ads: Alle diese Werbeformen haben eines gemeinsam – sie kommen unerwartet und nerven. Für die Botschaften der Werbetreibenden sind sie jedoch ideal. Sie bieten eine große Werbefläche und müssen vom Nutzer zwangsweise wahrgenommen werden.

Als besonders störende Werbeform gelten Pop-Ups, also Werbung, die sich meist unerwartet in einem separaten Browserfenster öffnet und sich über den eigentlichen Inhalt der aufgerufenen Webseite legt. In der Regel können Pop-Ups schnell und unkompliziert über ein Kreuz am oberen Fensterrand weggeklickt werden. In einigen Fällen werden aber beim Schließversuch immer wieder neue Fenster geöffnet. Dann lassen sich die störenden Fenster nur schwer oder gar nicht aus dem Weg räumen.

Neben Pop-Ups werden auch Pop-Unders von vielen Internetnutzern als lästig empfunden. Diese erscheinen ebenso in einem separaten Browserfenster, legen sich allerdings nicht über, sondern unter die aufgerufene Webseite. Schließt der Nutzer beim Beenden seiner Webaktivität den Browser, kommt das verborgene Pop-Under-Fenster zum Vorschein. Diese können dann auch über ein Schließkreuz am oberen Fensterrand weggeklickt werden.

Keine Chance der Werbung zu entkommen hat der Nutzer bei Interstitials. Diese Art der Werbung erscheint beim Navigieren auf einer Webseite zum Beispiel von einer Rubrik zur nächsten. Im schlimmsten Fall wird die gesamte Seite von einem Interstitial überdeckt und der Nutzer gezwungen, die Dauer des gesamten Interstitials abzuwarten bis er die neue Seite ansehen kann.

Zunehmend eingebunden auf Internetseiten sind auch kleine Video-Werbebotschaften, so genannte Video-Ads. Besonders störend sind Video-Ads, wenn sich diese bei der Auswahl eines bestimmten Inhalts oder einer Rubrik auf einer Internetseite vorschalten. So wird zum Beispiel beim Anklicken eines Spiels eine Werbe-Filmsequenz über mehrere Sekunden eingeblendet, die sich zum Ärger der Nutzer auch nicht immer wegklicken lässt.

Gegen Pop-Ups und Pop-Unders haben die meisten aktuellen Browser wie Firefox oder Internet Explorer standardmäßig Schutzmechanismen eingebaut, so genannte Pop-Up-Blocker, die das Öffnen solcher Werbefenster verhindern. Möchte der Nutzer nicht alle Pop-Ups unterbinden, können im Webbrowser auch gewünschte Seiten zu einer Whitelist oder Unerwünschte zu einer Blacklist hinzugefügt werden.

Zusätzlich kann der Nutzer seinem Browser noch Erweiterungen wie "AdBlockPlus" oder – noch etwas aggressiver –"Noscript" hinzufügen. Diese unterdrücken auch Werbung, die zum Beispiel größer wird, wenn man mit dem Mauszeiger über sie fährt, die plötzlich Filme mit Musik und Sprache abspielt oder die vor Videos geschaltet wird. Solche Erweiterungen kosten dabei aber auch etwas Surfkomfort, da sie gegebenenfalls die Funktionalität der besuchten Webseiten einschränken.

Kein Entkommen: Werbung ist überall

Auf dem Weg zur Arbeit und überall begegnet uns Werbung: ein gigantisches Plakat für die neue Sommermode in der U-Bahn, eine Anzeige für den ultimativen Staubsauger in der Zeitung. Noch einmal kurz ins Internet und E-Mails checken. Plötzlich poppen Werbefenster auf, die Lärm machen oder sich über den gesamten Bildschirm ziehen.

Pop-Ups, Pop-Unders, Interstitials, Video-Werbung und viele andere Werbeformen begegnen uns tagtäglich auf jeder erdenklichen Webseite im Internet. Zum Teil lassen sie sich nicht wegklicken oder verdecken den gesamten Bildschirm, so dass ein Lesen des Inhalts nicht mehr möglich ist.

Das Internet ist die ideale Werbeplattform geworden. Nur hier können Nutzerdaten so gezielt gesammelt werden, um passgenaue Werbung zu schalten.

Aber auch in der digitalen Welt müssen Gesetze eingehalten werden. Irreführende oder belästigende Werbemaßnahmen sind gemäß dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig.

Unerwünschter Werbemüll: Spam

Unverlangte Werbemails füllen täglich das Postfach vieler Nutzer. Oftmals sind die Spam-Mails nicht nur nervig, sondern rauben für das Durchsichten und Löschen der ungewollten Nachrichten auch noch wertvolle Zeit.

Spam-Mails sollten niemals geöffnet und unverzüglich gelöscht werden. E-Mails, die zum Anklicken von Links auffordern, sollten ignoriert werden. Das betrifft auch den Fall der Abbestellung weiterer unaufgeforderter Werbemails. Wer auf Spam-Mails antwortet oder die dort angegebenen Links anklickt, riskiert den Erhalt zahlloser weiterer Werbesendungen.

Abhilfe gegen Spam-Mails schaffen die meisten Mailprogramme und Webmaildienste. So gibt es Mailprogramme, die einen Junk-Mail-Ordner im System standardmäßig eingerichtet haben. Dieser erkennt unerwünschte Nachrichten, fängt sie ab und speichert sie im besagten Ordner. Junk bedeutet dabei so viel wie Müll, Ausschuss oder unbrauchbares Material. Auch bei Webmaildiensten wie gmx.de oder googlemail.com werden die Mails in einem Spamordner abgefangen und können später vom Nutzer kontrolliert und bei falscher Einordnung in den Posteingang verschoben werden.

Wer sich gegen Spam – in der Europäischen Union übrigens verboten – zur Wehr setzen will, kann solche Belästigungen an die Beschwerdestelle des eco - Verbandes der deutschen Internetwirtschaft melden.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014