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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Datenschutz und Datensicherheit bei Smartphones

Datenschutz und Datensicherheit bei Smartphones

Bei der Nutzung von Smartphones ergeben sich einige Probleme. Die Geräte sind für viele Nutzer Hauptaufbewahrungsort von Daten. Gespeichert sind unter Umständen Kreditkarteninformationen, Bankdaten, Passwörter, Kontakte, Fotos und Videos. Anhand der eingetragenen Informationen und vor allem auch über die Lokalisierungsfunktion lassen sich beispielsweise Verhaltensweisen des Nutzers ermitteln und Bewegungsprofile erstellen. Die Nutzer können geortet und ihre Daten ausgelesen werden.

Sicherheitsrisiken bei der Nutzung von Smartphones

In der jüngsten Vergangenheit gerieten Smartphones immer wieder in die Negativschlagzeilen, weil Lücken in Betriebssystemen oder am Gerät selbst den Zugriff auf Daten ermöglichten. Diese Sicherheitslücken konnten beispielsweise dazu ausgenutzt werden, gezielt Daten auf fremden Smartphones zu manipulieren. Für den Nutzer ist es manchmal nur schwierig zu erkennen, wer für solche Datenpannen einzustehen hat und sie beheben muss: der Gerätehersteller, der Entwickler des Betriebssystems, der Entwickler der App – sofern hier das Problem liegt – oder der Mobilfunkanbieter.

Ein weiteres Problem ist, dass Smartphones zunehmend ins Visier krimineller Machenschaften geraten: Je mehr Menschen Smartphones nutzen, umso lohnenswerter ist es, Viren und Trojaner eigens für diese tragbaren Minicomputer zu programmieren. Smartphones sollten also ähnlich aufwendig abgesichert werden wie Computer und über Anti-Viren-Programme verfügen.

Vorsicht, App!

Auch zahlreiche Apps können persönliche Informationen des Nutzers wie beispielsweise seinen Aufenthaltsort, seine Kontaktdaten, die aufgerufenen Webseiten oder die individuelle Gerätekennung (die so genannte „UDID “) sammeln und an App-Hersteller und Werbefirmen senden. Dazu fragen die Apps mal um Erlaubnis zur Datensammlung, mal lesen sie die auf dem Smartphone befindlichen Informationen klammheimlich aus.

Einige Apps funktionieren natürlich nur, wenn sie wissen, wo sich der Smartphonenutzer befindet, zum Beispiel, wenn es um Navigation geht. Aber auch andere Apps würden gern beispielsweise die Standortdaten des Gerätes erheben. Wenn es für den Dienst nicht notwendig ist, sollte der Nutzer den Zugriff verweigern.

Ja, wo laufen sie denn?

Es kommt vor, dass Anbieter von Smartphones die Standortdaten ihrer Nutzer mehr oder weniger heimlich erheben und sammeln. Mehr oder weniger heimlich heißt: Die Anbieter weisen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen manchmal darauf hin, dass sie solche Daten erheben. Beispielsweise werden die Koordinaten von in der Nähe des Nutzers befindlichen WLANs und Mobilfunkzellen in Datenbanken gespeichert. Mit den Daten können umfassende Bewegungsprofile erstellt werden. Das bedeutet, dass der Anbieter im schlimmsten Fall feststellen kann, wo sich der Smartphonebesitzer aufhält und wann er sich von Ort A nach Ort B bewegt. Der Nutzer bekommt hiervon nichts mit.

Um der ewigen Ortung zu entgehen, sollte der Nutzer die Voreinstellungen seines Smartphones prüfen und die Lokalisierungsdienste wenn möglich abschalten.

Vorsicht beim Rooten

Wenn ein Verbraucher ein Android-Smartphone ersteht, ist dieses oftmals bereits beim Kauf oder nach kurzer Zeit softwaretechnisch veraltet. Der Nutzer bräuchte also ein neueres oder teureres Telefon, wenn er aktuelle Software verwenden möchte. Und dies, obwohl die Hardware seines bisherigen Geräts noch voll funktionsfähig ist und ausreichend leistungsfähig wäre. Viele Verbraucher denken deswegen über die Installation von alternativen Betriebssystem-Versionen (CustomROM) mit den neusten Funktionen und Fehlerbehebungen nach. Dazu müssen Sie jedoch ihr Telefon rooten, mit der schwerwiegenden Folge, dass unter Umständen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte nicht gelten.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014