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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Soziale Suche: Google findet Sie auch bei Facebook

Soziale Suche: Google findet Sie auch bei Facebook

Mit der Vernetzung von Suchmaschinen mit Sozialen Netzwerken werden auch Suchergebnisse hervorgehoben, auf die Freunde aus dem Sozialen Netzwerk zuvor hingewiesen haben.

Hat zum Beispiel ein Freund einen Twitter-Eintrag geschrieben, der zur Suchanfrage passt, weist die Suchmaschine darauf hin. Das Gleiche gilt für Webseiten oder Webinhalte, auf die Freunde beispielsweise mit dem Gefällt-mir-Button von Facebook hingewiesen haben.

Grund für die Personalisierung ist, dass Inhalte aus dem sozialen Umfeld von besonders hoher Bedeutung für den Nutzer sind. Solche „sozialen“ Suchergebnisse funktionieren aber nur, wenn der Nutzer im Sozialen Netzwerk eingeloggt ist. Wer keine personalisierte Suchergebnisse wünscht, sollte sich zum einen immer ausloggen, wenn er das Soziale Netzwerk nicht mehr nutzen will und zum anderen seine Daten nicht für Dritte frei zugänglich machen.

Einstellungen in Sozialen Netzwerken beachten!

Personensuchmaschinen erfassen häufig Profilbilder aus Sozialen Netzwerken und binden diese mittels eines Link auf ihrer Webseite ein. Hat der Nutzer in dem Sozialen Netzwerk seine Daten nicht für Dritte gesperrt, ist eine solche Vorgehensweise der Personensuchmaschinenbetreiber sogar zulässig (OLG Köln, Urteil vom 09.02.2010, Az. 15 U 107/09). Für viele Nutzer ist das völlig unverständlich: Sie sehen gar keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung des Sozialen Netzwerks und Personensuchmaschinen.

Das ist verständlich. Schließlich muss der Nutzer sich in einem Sozialen Netzwerk per Login und Passwort anmelden und hat daher das berechtigte Gefühl, dass seine Daten innerhalb dieses Netzwerkes verbleiben. Das Auffinden durch externe Suchmaschinen sollte daher erst dann möglich sein, wenn der Nutzer hierin ausdrücklich, zum Beispiel durch das freiwillige und bewusste Setzen eines Häkchens, einwilligt. Voreingestellte Einwilligungen, die die Suchfunktion erst dann ausschließen, wenn ein bereits gesetztes Häkchen weg geklickt wird, sollten unzulässig sein. Bisher ist die Rechtsprechung jedoch eine andere, so dass Sie immer die „öffentliche Suche“ in Sozialen Netzwerken deaktivieren sollten.

  • Stand: 
    Montag, Oktober 27, 2014