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Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt endet am 31.12.2015, so dass diese projektbezogene Internetseite www.surfer-haben-rechte.de nicht mehr weiter aktualisiert werden kann.

Xbox One – Eine Ohrfeige mit Wirkung

Xbox One – Eine Ohrfeige mit Wirkung
Die "neue" Xbox One

In den vergangenen Monaten musste Microsoft wegen seiner neuen Xbox One in der Öffentlichkeit enorme Kritik einstecken. Von „Big Brother im Wohnzimmer“ und „Schnüffelbox“ war die Rede. Auch das Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes berichtete  im Juni 2013 zu diesem Thema. Seit dem hat sich einiges im Hause Microsoft getan.

Microsoft ist auf Grund der öffentlichen Schelte der vergangenen Monate zurück gerudert. So muss der Verbraucher für die Nutzung der Xbox One entgegen vorherigen Plänen nicht dauerhaft mit dem Internet verbunden sein. Die umstrittene Kinect-Funktion, die mitunter Bewegungs- und Sprachdaten erfasst, kann vom Nutzer auch deaktiviert werden. Und gebrauchte Xbox-One-Spiele dürfen nunmehr am Gebrauchtspielemarkt verkauft oder verschenkt werden.

Datenerfassung und Microsofts Beteuerung

Doch diese positiven Ausbesserungen sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass die Xbox One imstande ist, viele Daten aufzuzeichnen. Nicht nur Fotos und Videosequenzen zu Spielen werden mitgeschnitten: Die Kinect-Funktion ist mit Technologien ausgestattet, die höchst sensible Köper- und Sprachdaten erfassen können und auch die Gesichtserkennung ist möglich.

Zwar beteuert Microsoft auf seiner Webseite zum Thema „Datenschutz und Onlinesicherheit bei Kinect“ mehrfach, dass das Unternehmen und Drittanbieter alle diese Daten nur anonymisiert nutzen. Auch könne der Nutzer bestimmte Aufzeichnungstools deaktivieren. Ein ungutes Gefühl bleibt trotzdem. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass Microsoft die Verantwortung, die Nutzerdaten zu schützen, an die Verbraucher abgibt. Restriktivere Voreinstellung an der Konsole hingegen wären nutzerfreundlicher und würden das nachvollziehbare Misstrauen in der Öffentlichkeit erheblich reduzieren.

Schutz der Privatsphäre durch Verbraucher selbst

Den Verbrauchern muss also immer klar sein, dass die Xbox One imstande ist, viele Daten aufzuzeichnen, wie zum Beispiel Fotos, Körperbewegungen oder Sprache. Insofern gilt auch hier ganz genau zu überlegen, ob bestimmten Aufzeichnungsfunktionen deaktiviert werden sollten, um die Privatsphäre zu schützen.

  • 21. November 2013
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