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1,6 Millionen SchülerVZ-Profile ausgelesen

1,6 Millionen SchülerVZ-Profile ausgelesen
Student sammelte Profildaten

Beim Sozialen Netzwerk SchülerVZ hat ein Student massenhaft Profildaten auslesen können. Insgesamt 1,6 Millionen Datensätze konnte er mit selbstgeschriebenen Programmen auffinden und speichern - nicht der erste derartige Vorfall bei dem Schülernetzwerk aus der VZ-Gruppe.

Um an die Daten zu gelangen, legte der Student mehrere falsche Nutzerprofile an und ließ automatisiert Profile von Gruppenmitgliedern auslesen. Die so gewonnenen Daten führte er hinterher wieder in einer Datenbank zusammen. Dieses Vorgehen wird "Crawling" genannt. Bereits Ende 2009 waren solche Attacken auf SchülerVZ publik geworden. Anders als beim nun bekannt gewordenen Fall waren damals jedoch auch Daten eingesammelt worden, die vom Nutzer als "nur für Freunde sichtbar" markiert waren.

Für den Verbraucherzentrale Bundesverband ist sehr wahrscheinlich, dass SchülerVZ nicht das einzige Angebot ist, in dem derartige Möglichkeiten der massenhaften Auslese bestehen. "Die VZ-Netzwerke können sich nicht hinter einem auf einer Momentaufnahme basierenden Datenschutz-Siegel verstecken," sagt Cornelia Tausch, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft im vzbv. "Sie müssen sich aktiv um den bestmöglichen Schutz der Nutzerdaten kümmern."

  • 4. Mai 2010
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